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ING BHF-Bank baut ein Zehntel aller Stellen ab

Die ING BHF-Bank will mehr als ein Zehntel ihrer 2 600 Stellen streichen. Betroffen sind 274 Mitarbeiter, teilte ein Sprecher am Freitag nach einer Betriebsversammlung der Bank in Frankfurt mit. Es solle das "gesamte Instrumentarium" an Personalmaßnahmen angeboten werden, um Entlassungen zu vermeiden. Die entsprechenden Abteilungen der elf Niederlassungen der Bank sollen an andere Institute verkauft oder geschlossen werden.

dpa-afx FRANKFURT. Die ING BHF-Bank will mehr als ein Zehntel ihrer 2 600 Stellen streichen. Betroffen sind 274 Mitarbeiter, teilte ein Sprecher am Freitag nach einer Betriebsversammlung der Bank in Frankfurt mit. Es solle das "gesamte Instrumentarium" an Personalmaßnahmen angeboten werden, um Entlassungen zu vermeiden. Die entsprechenden Abteilungen der elf Niederlassungen der Bank sollen an andere Institute verkauft oder geschlossen werden.

Hintergrund ist die Aufgabe des Firmenkreditgeschäfts als eigenständiges Produkt. Die entsprechenden Abteilungen der elf Niederlassungen der Bank sollen verkauft oder geschlossen werden. Die ING BHF-Bank hatte ihr Restrukturierungsprogramm in den vergangenen Wochen vorübergehend ausgesetzt, weil sich die Commerzbank für eine Übernahme des Finanzhauses interessierte. Nach Prüfung der Bücher stellte der Konkurrent jedoch zu geringe Synergieeffekte fest.

Optionen

Gerüchte über einen bevorstehenden Einstieg von Finanzinvestoren bei der BHF-Bank seien vom Vorstand auf der Betriebsversammlung dementiert worden, sagte der Sprecher. Die niederländische Konzernmutter ING Groep NV hatte am Donnerstag bekräftigte, dass weiterhin alle strategischen Optionen für ING BHF-Bank geprüft werden. Dies schließt auch den Verkauf der Tochter ein.

Die Berliner Handels- und Frankfurter Bank (BHF-Bank) zählte einst zu den ersten Adressen der deutschen Bankenlandschaft. In den vergangenen Jahren war das Geldinstitut in die roten Zahlen gerutscht, Anfang 2004 gelang jedoch die Rückkehr in die Gewinnzone. In der ING BHF-Bank hatte sich Widerstand gegen einen Verkauf an die Commerzbank gebildet, weil er angeblich zu einem noch höheren Stellenabbau geführt hätte.

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