Ingenieure versprechen technische Raffinessen
Showstar Cabrio: Neue Modelle und Konzepte

Hingucker, Goldstück, Jugendtraum. Für ihr geliebtes Cabriolet haben die stolzen Halter meist auch einen Kosenamen. Getreu dem Motto "Abheben von der Masse" gönnen sich immer mehr Deutsche ein Auto mit Falt- oder Klappdach. Mittlerweile kurven zwischen Flensburg und Füssen rund 1,3 Millionen Cabrios mit einem deutschen Kennzeichen. Das sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

dpa REMSCHEID/OSNABRÜCK. Der einstige Luxuswagen ist zu einem der Zugpferde der Automobilindustrie geworden. Auf der 59. Internationalen Automobil- Ausstellung (IAA), die am Donnerstag in Frankfurt startet, stehen neben Cabrio-Klassikern neue Dachkonzepte im Rampenlicht. Die Ingenieure versprechen technische Raffinessen sowie mehr Platz im Kofferraum.

"Dach auf, ein bisschen Fahrtwind, und man fühlt sich gleich ganz anders", schwärmt ein Cabrio-Fahrer. Sie sind meist 23 bis 43 Jahre alt und leben allein oder zu zweit, wie eine Studie ergeben hat. Dabei ist das Cabrio zumindest in Deutschland keine Männer-Domäne mehr. Hinter fast jedem zweiten Lenkrad sitzt eine Frau. Beim Kauf geben die Frauen sogar den Ton an. So wurden bei der jüngsten Werbekampagne für das Chrysler Sebring Cabrio gleich in mehreren Frauenzeitschriften Anzeigen geschaltet. Frauen kauften ein Auto vor allem nach Design-Gesichtspunkten, während sich Männer in erster Linie für Technik interessierten, berichtet Detmar Karpinski, Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Werbeagentur KNSK.

Aber auch Familien mit Kindern wollen auf den Freiluft-Spaß nicht verzichten. Das Cabrio steht als Zweit- oder Drittauto in der Garage. Außerdem bieten mehrere renommierte Hersteller Viersitzer-Cabrios an, die mehr Platz und Komfort bieten. Audi stellt auf der IAA das neue A4 Cabriolet zum ersten Mal vor. Der Konkurrent BMW hat mit dem 3er Cabriolet ebenfalls einen Viersitzer in seinem Musterprogramm. Von diesem Modell wurden seit April vergangenen Jahres 63 000 Stück verkauft. Der Cabrio-Spezialist Karmann aus Osnabrück unterhält die Besucher mit Zukunftsmusik: Weiches Vorderdach mit fester Glaskuppel hinten. Und Mercedes-Benz stellt der breiten Öffentlichkeit den neuen SL vor, dessen Metalldach in 16 Sekunden im Kofferraum verschwinden kann.

"Es gab noch nie so zahlreiche Cabrio- und Roadster-Modelle auf dem Markt und in der Pipeline, wie im Augenblick", resümiert der Vorstandschef der Edscha AG, Horst Kuschetzki. Nach Angaben des Remscheider Cabrio-Spezialisten nähern sich Schiebe- und Klappdach, Limousine und Cabrio an. Die Edscha-Konstrukteure entwarfen ein dreiteiliges Metallfaltdach für ein Viersitzer-Serienauto. Auf den ersten Blick ist kaum noch ein Unterschied zu einer herkömmlichen Karosserie zu erkennen. Ein anderer "Renner" aus Remscheid ist eine Dach-Fernbedienung, die beim Opel Astra Cabrio eingebaut wird. "Sie sitzen in München im Cafe, spielen mit dem Schlüssel, das Autodach geht auf und zu und alle Leute gucken hin", schildert Kuschetzki.

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