Archiv
Inhaftierte in Guantanamo erstmals verhört

Die El-Kaida-Kämpfer wurden in auf dem kubanischen Stützpunkt vernommen, bestätigte das US-Verteidigungsministerium.

dpa WASHINGTON. Die auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo auf Kuba inhaftierten Kämpfer der Taliban und des El Kaida-Terrornetzwerkes sind erstmals seit ihrer Ankunft aus Afghanistan verhört worden. Dies berichtete der Nachrichtensender CNN am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium in Washington. Die Verhöre hätten während der vergangenen zwei Tage stattgefunden.

Ein Sprecher des Pentagon betonte, die Inhaftierten dürften gemäß ihres moslemischen Glaubens wieder Kopfhaar und Bärte wachsen lassen. Dies gelte, solange weder die Länge der Bärte noch die der Haare ein Risiko für die Gesundheit oder die Sicherheit darstellten.

US-Präsident George W. Bush hatte bei einer Begegnung mit dem Chef der afghanischen Übergangsregierung, Hamid Karsai, bekräftigt, dass die 158 auf dem Stützpunkt Inhaftierten nicht als Kriegsgefangene gelten würden. Karsai unterstützte diese Entscheidung von Bush in einer Rede vor dem nationalen Presseclub. Karsai bezeichnete die Männer als "Kriminelle". "Sie haben unser Volk ermordet, sie haben unser Land zerstört", sagte Karsai. Die Gefangenen werden als "illegale Kämpfer" und "Killer" bezeichnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%