Initiativkreis mit rund 100 Unternehmen
Clement: Wirtschaft unterstützt Olympia-Bewerbung

Nach der Politik steht nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) auch die Wirtschaft hinter der Bewerbung von Düsseldorf um die Sommer-Olympiade 2012.

Reuters ESSEN. "Die Wirtschaft hat sich einstimmig, ohne Widerspruch und ohne Enthaltungen für die Bewerbung ausgesprochen", sagte Clement am Mittwoch nach einem Treffen mit rund 100 Unternehmensvertretern in Essen. Über eine finanzielle Beteiligung sei noch nicht gesprochen worden. Darüber werde erst dann geredet, falls Düsseldorf und das Ruhrgebiet bei der nationalen Ausscheidung Anfang November Erfolg haben, ergänzte ein Sprecher des Initiativkreises Ruhrgebiet. Neben Düsseldorf bewerben sich Leipzig, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt um die Austragung der Sommerspiele 2012.

Nach Clements Worten sollte bei dem Treffen mit Vertretern der nordrhein-westfälischen Wirtschaft ein möglichst breiter Unterstützerkreis gewonnen werden. Dieses Ziel sei erreicht, fügte der Ministerpräsident im Anschluss an das Arbeitsessen an. Die Runde hatte bei orangenmarinierter Entenbrust und anschließender Champagner-Erdbeer-Terrine über eine Studie zur Machbarkeit der Olympiade 2012 diskutiert.

Die Unternehmen unterstützten die Bewerbung "ohne wenn und aber", sagte Clement. Eine neue Umfrage belege zudem, das auch schon 70 bis 80 % der Bürger für eine Olympiade im Revier seien. Nach dem Gespräch mit der Industrie sei Nordrhein-Westfalen seinem Ziel näher gekommen, bei den nationalen Ausscheidung des deutschen Olympischen Komitees (NOK) Gold zu gewinnen.

Volle Unterstütung durch die Wirtschaft

Der Vertreter der Wirtschaft, Steag-Vorstandschef Jochen Melchior, unterstrich, "wir werden diese Bewerbung mit voller Kraft unterstützten". Nach der erwarteten positiven Entscheidung Anfang November für Düsseldorf und das Rhein-Ruhrgebiet werde die Wirtschaft "schon das notwendige (Geld) zusammen kratzen", versicherte der Sprecher der Initiative. Hinter dem Initiativkreis stehen rund 100 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, darunter Weltkonzerne wie RWE , Eon, Thyssen-Krupp oder Henkel.

Nach früheren Angaben benötigen Düsseldorf und seine Partnerstädte für die Olympiade 2012 rund 41 Sportstätten. Die Kosten werden auf rund zwei Mrd. DM beziffert.

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