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Initiator des Dreiländerfonds Walter Fink wegen Untreue vor Gericht

Der Initiator des Dreiländerfonds, Walter Fink, muss sich von diesem Mittwoch (27. Oktober) an wegen Untreue in Millionenhöhe vor dem Landgericht Stuttgart verantworten.

dpa-afx STUTTGART. Der Initiator des Dreiländerfonds, Walter Fink, muss sich von diesem Mittwoch (27. Oktober) an wegen Untreue in Millionenhöhe vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe sich 1996 in 33 Fällen Gebühren für von ihm vermittelte Kredite auszahlen lassen, obwohl die Banken die Gelder noch gar nicht zur Verfügung gestellt hätten. Laut Anklage soll der strafrechtlich relevante Schaden rund 1,7 Mill. Euro betragen haben.

Der Dreiländerfonds ist ein so genannter geschlossener Immobilienfonds, dessen Gelder in deutsche und amerikanische Immobilien sowie in ein Schweizer Wertpapierdepot investiert wurden. Kernstück war das Stuttgarter SI-Centrum mit zwei Musicalbühnen, auf denen derzeit "42nd Street" und "Mamma Mia" aufgeführt werden. Das Volumen des Fonds betrug über eine Milliarde Euro. Etwa 60 Prozent wurde von rund 20 000 Anlegern aufgebracht, der Rest durch Bankkredite.

Der von der Staatsanwaltschaft ebenfalls erhobene Vorwurf des Kapitalanlagebetrugs wurde fallen gelassen. Das Landgericht Stuttgart hatte die Anklage in diesem Punkt nicht zugelassen. Neben Fink ist auch ein 57-jähriger Steuerberater aus München wegen Untreue mit angeklagt. Er soll die Auszahlung der streitigen Kreditbeschaffungsgebühren veranlasst haben. Der Prozess ist auf zehn Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 1. Dezember verkündet werden.

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