Inlandsflüge werden geprüft
Ryanair fliegt neue Ziele an

Die irische Billigfluglinie Ryanair wird ab Dezember vom Flughafen Hahn im Hunsrück aus vier neue Ziele in Europa anfliegen und will im kommenden Jahr von weiteren deutschen Flughäfen starten.

Reuters LAUTZENHAUSEN. Ryanair werde künftig Flüge nach Rom-Ciampino, Bologna-Forli, Stockholm-Skavsta und nach Gerona bei Barcelona anbieten, kündigte Firmenchef Michael O'Leary am Mittwoch auf dem Flughafen Hahn an. Mit Gerona ist erstmals ein spanisches Ziel im Ryanair-Programm. Außerdem werde die Zahl der Flüge nach London-Stansted erhöht.

Die zunehmende Billig-Konkurrenz in Deutschland schrecke ihn nicht, sagte O'Leary. Die übrigen Anbieter seien von ihrer Struktur her nicht in der Lage, zu so niedrigen Preisen wie Ryanair zu fliegen. "Es gibt nur eine einzige wahre Low-Cost-Airline in Deutschland", sagte O'Leary. Dafür spreche auch, dass die belgische Virgin Express sich bereits vor dem angepeilten Starttermin aus Deutschland zurückgezogen habe. Als Grund für den Rückzug vor einigen Wochen hatte Virgin Express die starke Konkurrenz auf dem deutschen Billigflugmarkt genannt.

Außerdem sei die Nachfrage nach Ryanair-Flügen weiter ausgezeichnet, betonte O'Leary. Gerade in der Wirtschaftskrise würden die Menschen sparen und eher bei Discountern wie Aldi einkaufen. Dies gelte auch für die Flugbranche.

Ryanair werde das Geschäft in Deutschland weiter zügig ausbauen, erklärte O'Leary. Er reagierte damit auf Irritationen auf Grund von Aussagen des Unternehmens, wonach die Expansion in Deutschland sich entgegen den ursprünglichen Plänen verzögern könnte. "Deutschland ist der erfolgreichste Markt, den Ryanair jemals erschlossen hat", sagte er. Er rechne für das kommende Jahr mit 2,5 Millionen Ryanair Passagieren allein auf dem Flughafen Hahn.

Ab Sommer 2003 wolle die irische Fluglinie zwei bis drei neue Flughäfen in Deutschland anfliegen. Die Chancen, dass Ryanair im kommenden Jahr erstmals auch Inlandsflüge in Deutschland im Programm haben werde, stünden derzeit 50 zu 50.

Selbst wenn es zu einem neuen Irak-Krieg kommen sollte, bedeute dies kein Risiko für Ryanair, fügte O'Leary hinzu. Der Treibstoff bis Juni 2003 sei bereits eingekauft und auch die Flüge in dieser Zeit seien dank der jüngsten Gratis-Aktion, bei der das Unternehmen eine Million Tickets verschenkt hatte, gut ausgelastet. Für dieses Jahr erwartet der Flughafen Hahn, der rund 100 Kilometer von Frankfurt entfernt ist, insgesamt 1,4 Millionen Passagiere. Die Iren fliegen von Hahn aus bislang zehn Ziele in Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien und Norwegen an.

Ryanair erwäge derzeit, beim US-Flugzeughersteller Boeing zusätzliche Flugzeuge zu bestellen, sagte O'Leary weiter. Außerdem sollten einige der bereits erworbenen Flugzeug-Optionen früher als ursprünglich geplant ausgeübt werden. Ryanair hatte erst im Frühjahr inmitten einer Luftfahrtkrise 100 neue Boeing-Maschinen bestellt und Optionen auf den Kauf von weiteren 50 Flugzeugen erworben. Ein Teil dieser Optionen wurde bereits in feste Bestellungen umgewandelt.

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