Innenministerium bemüht sich um schnelle Abschiebung
Osnabrück: Palästinenserin freut sich über Anschlag

Weil sie sich über die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten gefreut hatte, ist eine Strafanzeige gegen ein Palästinenserin in einem Asylbewerberheim eingereicht worden. Eine Abschiebung verzögert sich dadurch.

ap/rtr HANNOVER. Eine Palästinenserin in der Asylbewerberunterkunft in Bramsche bei Osnabrück hat eine Strafanzeige wegen Billigung eines Verbrechens erhalten, weil sie in einem Fernsehinterview des Norddeutschen Rundfunks Freude über die Terroranschläge in den USA äußerte. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen die Frau, wie Hans-Hermann Gutzmer vom Ausländerreferat des Innenministeriums in Hannover am Freitag mitteilte.

Die Asylanträge der Frau und ihrer Familie, sind bereits Anfang des Jahres rechtskräftig abgelehnt worden, sagte Gutzmer. Es handele sich um Palästinenser aus Libanon. Da Papiere fehlten, könne die vierköpfige Familie noch nicht abgeschoben werden. Das Ministerium bemühe sich allerdings um ein zügiges Verfahren. Möglicherweise werde die Palästinenserin aber wegen der Strafanzeige der Staatsanwaltschaft erst später abgeschoben.

Bereits am Donnerstag hatte die Polizei in Göttingen nach eigenen Angaben Strafanzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener gegen einen 27 Jahre alten Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien gestellt. Dieser habe bei einer Verkehrskontrolle gegenüber einer Polizeibeamtin gesagt: "Wissen Sie, ich bin Muslime und ich bin froh, dass das in New York passiert ist".

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