"Innere Sicherheit nicht in Gefahr"
Schröder verspricht Irak humanitäre Hilfe

Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte am Donnerstag die Mithilfe Deutschlands bei humanitären Maßnahmen zu. Zudem versprach er den Aufbau einer friedlichen Nachkriegsordnung im Irak. Die Fernsehansprache des Kanzlers wurde von mehreren Sendern ausgestrahlt.

HB/Reuters BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den US-Angriff auf Irak als falsch verurteilt. "Es ist die falsche Entscheidung getroffen worden, die Logik des Krieges hat sich gegen die Chancen des Friedens durchgesetzt. Tausende von Menschen werden darunter schrecklich zu leiden haben", sagte Schröder am Donnerstag in einer von mehreren Sendern ausgestrahlten Fernsehansprache. In dieser Haltung sehe er sich einig mit den Präsidenten von Frankreich und Russland, Jacques Chirac und Wladimir Putin.

"Was uns jetzt zu tun bleibt, muss in die Zukunft weisen." Im Rahmen der Vereinten Nationen (UNO) sei Deutschland zu humanitärer Hilfe bereit, sowohl für Flüchtlinge als auch für verletzte Soldaten. Deutschland wolle unter UNO-Führung daran mitwirken, nach dem Krieg eine Friedensordnung für Irak und die ganze Region zu schaffen.

Für Deutschland gelte, dass die innere Sicherheit nach dem Kriegsbeginn nicht in Gefahr sei. Zwar könne niemand terroristische Anschläge ausschließen. "Aber es gibt in Deutschland keinen Grund zur Panik oder zu besonderer Sorge." Bund und Länder hätte alles unternommen, um die Sicherheit zu gewährleisten, sagte der Kanzler. Zum Verhältnis mit den USA sagte Schröder: "Die Substanz unserer Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika ist nicht gefährdet." Schröder bekräftigte mit Blick auf den Einsatz deutscher Soldaten in Awacs-Aufklärungsflugzeugen über der Türkei, dass Deutschland seine NATO-Verpflichtungen erfüllen werde. Der Krieg müsse schnell beendet werden, um die Zahl der Opfer in der Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten.

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