Inneres Wachstum zähle
Swatch erwartet Umsatzplus von 10 bis 12 Prozent

Der Schweizer Uhren- und Schmuckkonzerns Swatch rechnet nach dem Rekordjahr 2000 für das laufende Jahr nach wie vor mit einem Umsatzwachstum von 10 bis 12 %. Der Konzern zähle dabei auf inneres Wachstum, sagte der Vorstandschef Nicolas Hayek, am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Biel. Von Akquisitionen um jeden Preis halte Swatch nichts.

dpa-afx BIEL. "Wir haben für 2001 eine Umsatzzunahme von 10 bis 12 % budgetiert, und es gibt keinen Grund, an dieser Prognose etwas zu ändern", sagte Hayek. Zum ersten Quartal wollte er keine Zahlen nennen. Er sei "zufrieden mit den ersten drei Monaten", sagte er lediglich. Im letzten Geschäftsjahr hat der Swatch-Konzern neue Rekorde erzielt. Der Bruttoumsatz stieg um 17,6 % auf 4,26 Mrd. CHF, das Betriebsergebnis (Ebit) um 39,7 % auf 714 Mio. CHF und der Konzerngewinn um 47,6 % auf 651 Mio. CHF. Besonders gut entwickelten sich die Segmente Luxus-Uhren und elektronische Systeme.

Inneres Wachstum

"Wir sind unbescheiden, aber unsere Zahlen sind es auch", sagte Hayek zum Ergebnis 2000 sowie zu den künftigen Wachstumsplänen. In seiner Ausbaustrategie setzt der Swatch-Konzern auf inneres Wachstum, und dies vorab bei den Luxusuhren, bei den Schmuckkollektionen unter den Marken Breguet, Swatch, Omega und Léon Hatot sowie bei den elektronischen Systemen.

Der Kauf einer Uhr oder eines Schmuckstücks sei ein emotionaler Vorgang, sagte Hayek weiter. Deshalb sei das E-Commerce für den Uhren- und Schmuckverkauf sicher nicht das beste Instrument. Er sehe den Internet-Auftritt - bisher 6 Mio. CHF investiert - denn auch eher als Schaufenster der gesamten Swatch-Palette.

Ausbau des Netzes markenspezifischer Läden

Weiter massiv investieren werde der Konzern dagegen in den Ausbau des Netzes markenspezifischer Läden (Breguet "Tourbillon", Omega, Swatch), und dies nicht nur in Europa und Nordamerika, sondern auch in Asien.Bereits im letzten Jahr war das oberste Segment der Luxusuhren die treibende Kraft im Bereich Fertiguhren. Dieser Bereich legte beim Umsatz um über 30 % zu. Die Betriebsmarge stieg hier trotz des höheren Aufwands für Vertrieb und Marketing überdurchschnittlich stark.

An der Pressekonferenz versicherte Hayek, dass für ihn trotz des Ausstiegs des Swatch-Konzerns aus der Produktion des Mini-Autos Smart das Thema Hybridauto noch nicht gestorben sei. Swatch arbeite gegenwärtig an Automobilprojekten, die jedoch "nicht mehr die Ausmasse der ehemaligen Zusammenarbeit mit Daimler-Chrysler erreichen werden". Konkretere Angaben wollte er nicht machen.

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