Innerhalb drei Wochen
Genscher will Lufthansa-Tarifstreit schlichten

Der frühere Bundesaußenminister Hans- Dietrich Genscher (FDP) will den festgefahrenen Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten innerhalb von drei Wochen schlichten. Das sagte seine Sprecherin am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

dpa FRANKFURT/MAIN. Ob die Schlichtungs-Verhandlungen um höhere Pilotengehälter bereits begonnen haben, teilte sie nicht mit. Auch der Sprecher der Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit, Georg Fongern, lehnte eine Auskunft über den Beginn der Schlichtung ab. "Ich bin zu eisernem Schweigen verdammt", so Fongern.

Genscher hatte am Mittwoch zugesagt, in dem Tarifkonflikt eine Lösung zu vermitteln. Er habe die Aufgabe wegen der Bedeutung der Lufthansa für den Standort Deutschland angenommen. Am Mittwoch habe es ein erstes Vorbereitungs-Gespräch in Genschers Haus in der Nähe von Bonn gegeben, bestätigte seine Sprecherin. "Es gibt noch nichts zu berichten", sagte sie zum Stand der Schlichtungs-Verhandlungen.

Lufthansa und die Vereinigung Cockpit erklärten übereinstimmend ihren Willen zu einem schnellen Abschluss. Erneute Streiks werde es für die Dauer der Verhandlungen nicht geben, versicherte Cockpit. Die Schlichtungsvereinbarung legt nach dpa-Informationen unter anderem fest, dass die Empfehlung des Vermittlers keine bindende Wirkung hat. Stimmen beide Seiten seinem Spruch zu, gilt dies als Ergebnis der Tarifverhandlungen. Lehnt dagegen eine der Parteien ab, ist das Verfahren ergebnislos. Festgeschrieben ist auch der Verzicht auf Arbeitskampfmaßnahmen während der Schlichtung.

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