Innerhalb weniger Tage einsatzbereit
Nato will eine bündniseigene Eingreiftruppe

Die Nato will eine bündniseigene Eingreiftruppe aufbauen. Sie folgt damit einem Vorschlag von US- Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Angestrebt wird eine Truppe von etwa 21 000 Soldaten aus Land-, See- und Luftstreitkräften.

HB/ dpa PRAG. Sie sollen innerhalb weniger Tage für Einsätze überall in den Welt mobilisiert werden können und in der Lage sein, ihre Position dann aus eigenen Kräften über Wochen hinweg halten zu können. Die Einzelheiten sollen jetzt von den Militärs ausgearbeitet werden.

Die "Nato Response Force" soll eine Gemeinschaftstruppe der Nato unter internationalem Kommando werden. Über ihren Einsatz würde der Nordatlantikrat - das höchste Nato-Gremium - entscheiden. Dabei hätte jeder Mitgliedstaat eine Veto-Möglichkeit. Bislang hat die Nato außer einer Flotte von Radar-Beobachtungsflugzeugen (AWACS) und einer kleinen maritimen Flotte im Mittelmeer keine "eigenen" Truppen. Sie stellt ihre Einsatzkräfte von Fall zu Fall nach Beratungen mit den Mitgliedstaaten zusammen.

Auch die Europäische Union baut derzeit eine eigene Truppe auf. Trotz ihres Namens (European Rapid Reaction Force - Europäische Schnelle Eingreiftruppe) wird diese jedoch nicht so unmittelbar zu mobilisieren sein wie jene der Nato. Die EU-Truppe soll von Mitte nächsten Jahres an innerhalb von 60 Tagen einsetzbar sein und dies für eine Dauer von mindestens einem Jahr. Sie wird 60 000 Soldaten umfassen und - um teure Parallelstrukturen zu vermeiden - auf wichtige Einrichtungen der Nato zurückgreifen können. Ein Abkommen hierüber steht aber noch aus.

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