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Innogy akzeptiert RWE-Übernahmeangebot

Der britische Stromversorger Innogy hat Branchenkreisen zufolge am Donnerstag das Übernahmegebot des Essener Energiekonzerns RWE in Höhe von 3,1 Milliarden Pfund (rund fünf Milliarden Euro) angenommen.

Reuters LONDON. Damit werde Innogy mit 275 Pence je Aktie bewertet, verlautete am Donnerstag nach einer Sitzung des Innogy-Führungsgremiums aus mit dem Geschäft vertrauten Kreisen weiter. Zusätzlich werde RWE rund zwei Milliarden Pfund Schulden von den Briten übernehmen. Das Angebot solle am Freitag vorgestellt werden.

RWE bestätigte unterdessen, der Aufsichtsrat des Konzerns habe am Mittwoch getagt. Näher wollten sich die Essener nicht äußern. Auch Innogy wollte die Angaben aus den Branchenkreisen nicht kommentieren.

Die Aktien von Innogy legten im Donnerstagshandel 3,08 Prozent auf 268 Pence zu. RWE-Papiere gewannen 1,63 Prozent auf 42,93 Euro. Nach Beginn der Übernahmeverhandlungen waren die RWE-Aktien deutlich unter Druck geraten. Anleger hatten Händlern zufolge befürchtet, dass RWE zu viel für Innogy bezahlen könnte.

Die Essener setzen verstärkt auf die Expansion im Ausland, während sie in Deutschland Marktanteile an die Konkurrenz verlieren. Innogy, vor zwei Jahren abgespalten von dem Energiekonzern National Power, ist über seine Marke NPower der größte Stromhändler und einer der führenden Stromerzeuger in Großbritannien.

Mit der Übernahme des Konzerns durch RWE würden kontinentaleuropäische Energiekonzerne ihre ohnehin starke Position in Großbritannien weiter ausbauen. Die britische Stromindustrie war zwischen 1989 und 1990 privatisiert worden, um den Wettbewerb zu stärken.

RWE hatte im vergangenen Jahr bereits den führenden britischen Wasserversorger Thames Water für 4,3 Milliarden Pfund übernommen. RWE-Konkurrent E.ON steht kurz vor Abschluss der Übernahme des Versorgers Powergen für 8,2 Milliarden Euro.

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