Insbesondere Telekomwerte unter Druck
Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Die Europäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. An den meisten Aktienmärkten sei der Handel ruhig und lustlos bei dünnen Umsätzen verlaufen, sagten Börsianer. Insbesondere Telekomwerte gerieten europaweit unter Druck. Zudem seien Gewinnmitnahmen beobachtet worden, hieß es.

Reuters. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz gab bis zum frühen Abend um 0,22 % auf 4 156,20 Zähler nach, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) tendierte 0,23 % leichter bei 4 362 Punkten.



LONDON - Banken im Plus nach Fusionsgesprächen

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index um 0,2 % auf 5 827,5 Punkte gesunken. Starke Kursgewinne verbuchten dagegen die Papiere der Banken Halifax Group und Bank of Scotland, die Berichte über Fusionsgespräche bestätigten. Halifax-Titel legten gut vier Prozent auf 775 Pence zu. Die Aktien der Bank of Scotland kletterten 8,2 % auf 794,3 Pence. Dixons brachen um 7,3 % ein, nachdem Dresdner Kleinwort Wasserstein den Gewinnausblick für die Papiere des Einzelhändlers gesenkt hatte. British Telecom verbilligten sich um 2,5 %. Zuvor hatte AT&T Verluste für das Joint Venture Concert ausgewiesen.

ZÜRICH - Schwache Schlusstendenz

Die Züricher Börse schloss nach lustloser und ruhiger Sitzung schwächer. Händler sprachen von einer Phase der Konsolidierung mit Gewinnmitnahmen. Der SMI notierte zuletzt 60,1 Zähler tiefer auf 7 209,5 Punkten. Rothschild profitierten von dem guten Ergebnis, positiven Kommentaren und der sehr günstigen Bewertung, hieß es. Sie gewannen 1 900 sfr oder 18 % auf 12 500 sfr. Uneinheitlich waren die Versicherungen. Zurich, Generali Schweiz und National legten etwas zu, Swiss Re, Baloise und Rentenanstalt gaben nach. Swiss Re verloren vor dem am Donnerstag anstehenden Jahresbericht nach anfänglichen Gewinnen 2,5 % auf 3 400 sfr. Rentenanstalt folgt am Freitag mit seinem Jahresabschluss 2000.

PARIS - Von Technologiewerten gedrückt

In Paris wurde die Börse von schwachen Hochtechnologie- und Telekomwerten belastet. Der 40 Werte umfassende CAC-Index beendete die Handelssitzung mit einem Abschlag von 0,3 % auf 5 408 Zählern. Die Aktien des Telekomausrüsters Alcatel verbilligten sich um gut drei Prozent. Alcatel wird am Donnerstag seine Quartalszahlen vorlegen. Renault verloren 4,87 %. Der Automobilhersteller wird ebenfalls am Donnerstag seine Zahlen präsentieren. Sanofi-Synthelabo erhöhten sich nach Vorlage guter Umsatzzahlen um 1,4 %.

MAILAND - Gut behauptet

Die Mailänder Börse schloss gut behauptet. Der MIB-30-Index stieg um 0,23 % auf 40 116 Zähler. Eine überraschend aufgelöste Allianz zwischen der italienischen Bank Sanpaolo IMI und der spanischen Banco Santander Central Hispano ließ die Sanpaolo-Aktien auf 16,162 Euro sinken, ein Minus von 0,2 %. Alitalia-Papiere gingen nach einer Berg- und Talfahrt mit einem Aufschlag von 0,5 % auf 1,753 Euro aus dem Handel. Der Markt spekuliere weiterhin auf eine baldige Allianz mit der Air France, sagten Händler.

MADRID - Schwächer mit Abschlägen bei Telekomwerten

An der Börse in Madrid ist der Ibex-Index um 0,7 % auf 9 350 Punkte gefallen. Die Telefonica-Tochter Telefonica Moviles gab 1,6 % nach, während die schwergewichtigen Telefonica-Aktien 1,4 % fielen. Besonders die Banken, die in Südamerika engagiert sind, gerieten wegen der unsicheren Aussichten der Konjunktur in Argentinien unter Abgabedruck. Banco Santander Central Hispano verschlechterten sich um 0,9 % auf 10,36 Euro und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria um 1,2 % auf 15,11 Euro.

AMSTERDAM - Kaum verändert nach lustlosem Handel

Kaum verändert hat die Börse in Amsterdam geschlossen. Der AEX-Index ging mit einem moderaten Plus von 0,01 % auf 576,08 Punkten aus dem Handel. Auf der Verliererseite ragten die Aktien des Chemie-Konzerns Akzo Nobel mit einem Minus von 2,1 % auf 47,95 Euro heraus. Das Unternehmen hatte seine Zahlen für das 1. Quartal präsentiert. Größter Gewinner waren UPC mit einem Kurssprung von 11,7 % auf 6,70 Euro. Dem Unternehmen fließen voraussichtlich eine Milliarde Euro aus einer Bezugsrechtsemission zu.

WIEN - ATX schließt unter 1200 Zählern

Die Wiener Börse beendete den Handelstag schwächer. Der ATX ging mit einem Minus von 0,7 % auf 1 199 Zählern wieder unter der Marke von 1 200 Punkten aus dem Handel. Das gehandelte Volumen betrug 2,49 Mill. Euro. Fünf Titel standen im Plus, 16 im Minus. BET-and-WIN schrieben ein neues Allzeittief in die Bücher - 3,80 Euro war der Tiefststand. "Jetzt steigen die Letzten aus", kommentierte ein Händler den neuen Tiefpunkt. Die Aktie liege nun schon deutlich unter ihrem Buchwert.

BRÜSSEL - Von Fortis und Dexia beflügelt

Die Brüsseler Börse ging freundlich aus dem Handel. Der Bel-20-Index schloss 0,28 % höher auf 2 811 Punkten. Zu den Gewinnern zählten die Finanzwerte Dexia und Fortis. Dexia rückten um 2,2 % und Fortis um 1,4 % vor. Händler führten den Kursanstieg auf kursgünstige Anschaffungen zurück. Agfa Gevaert schwächten sich gegen die allgemeine Markttendenz um 2,2 % ab. Das Unternehmen hatte am Vortag einen nach Händlereinschätzung ungünstigen Umsatzausblick gegeben. Gewinnmitnahmen hätten die Aktien der Brauerei Interbrew belastet, hieß es. Der Wert verbilligte sich um 1,5 % auf 29,65 Euro.

STOCKHOLM - OMX mit fester Tendenz

Die Stockholmer Börse ging fest aus dem Handel. Der OMX-Index verbesserte sich bis zum Abend um 0,9 % auf 881 Punkte. Electrolux fielen um sechs Schwedische Kronen auf 153 Kronen, nachdem der Elektrokonzern Quartalszahlen vorgelegt hatte. Indexschwergewicht Ericsson verbesserte sich um 2,5 Kronen auf 59,50 Kronen. Der Konkurrent Nokia büßte dagegen zehn Kronen auf 300,50 Kronen ein. Händler sagten, dass institutionelle Anleger aus Nokia rausgegangen seien, um wieder in Ericsson zu investieren.

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