Insgesamt 790 Tote
Ende der SARS-Epidemie in Sicht

Der Ausbruch der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS nähert sich der Weltgesundheits-Organisation (WHO) zufolge offenbar seinem Ende.

Reuters MANILA/PEKING. "Im Bezug auf die Zahl der Fälle sehen wir das Ende des Ausbruchs", sagte die WHO-Beraterin Hitoshi Oshitani am Donnerstag in Manila. "Wir glauben, dass der Ausbruch in China unter Kontrolle ist." In Taiwan sei das noch nicht ganz der Fall. Der WHO-Verantwortliche für übertragbare Krankheiten, David Heymann, sagte in Peking, es sei jedoch noch nicht klar, wann die Reisewarnung für die chinesische Hauptstadt aufgehoben werde. China ist mit mehr als 5 300 von weltweit 8 435 SARS-Fällen am härtesten von der Krankheit betroffen.

Die WHO hatte China vorgeworfen, Monate nach dem Ausbruch der Krankheit in Süden des Landes dass Ausmaß von SARS verschleiert zu haben. Oshitani hatte in der vergangenen Woche die chinesische Regierung erneut scharf dafür kritisiert, Informationen zurückgehalten zu haben. Heymann lobte dagegen am Donnerstag die Mitarbeit der chinesischen Behörden nach einem 24-stündigen Aufenthalts in Peking. "Es war sehr informativ, umfassend und spiegelt die enormen Anstrengungen Chinas wider, SARS einzudämmen. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Informationen jetzt haben."

Das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) wurde zuerst im November in Südchina beschrieben und hat sich inzwischen auf etwa 30 Staaten ausgebreitet. Weltweit wird die Zahl der Toten mit 790 Angaben, 344 davon in China. Gegen die Krankheit ist kein Heilmittel bekannt.

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