Insgesamt ruhiger Verlauf
Uneinheitlicher Verlauf an europäischen Börsen

Den Händlern zufolge warte der Markt auf die Eröffnung der US-Börsen. Insgesamt legen die Märkte leicht zu.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben sich am Montag uneinheitlich präsentiert. Insgesamt verlaufe das Geschäft bei geringen Umsätzen ruhig, berichteten Händler. Der Markt warte aufgrund fehlender eigener Impulse auf die Eröffnung der US-Börsen. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz gewann bis gegen 12.30 Uhr um 0,8 % auf 4 884,58 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,2 % auf 4898,73 Punkte anzog.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Freitag um 1,6 Prozent auf 3 456,61 Punkte zugelegt. Der Dow Jones hatte mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 10 226,59 Zählern geschlossen. Der Dezember-S&P-Futures deutet mit einem Minus von 2,9 Punkten auf 1 408,10 Zähler auf eine knapp behauptete Eröffnung Eröffnung der Wall Street hin.

London - Öl und Pharma stützen

An der Londoner Börse sorge nach Angaben von Händlern die gute Nachfrage nach Erdöl- und Pharma-Titeln im ansonsten ruhigen Geschäft für eine behauptete Tendenz. Der FTSE legte in den ersten Handelsstunden um 0,7 % auf 6 317,1 Punkte zu. Börsenschwergewicht BP Amoco zog um knapp 1 % auf 623 Pence an, während der Pharma-Riese SmithKline Beecham sogar um 3 % auf 896-1/2 Pence zulegte.

Überdurchschnittliche Gewinne verbuchten unterdessen Railtrack, die um 6,9 % auf 1125 Pence in die Höhe schossen. Die Bahn-Regulierungsbehörde hatte zur Mordernisierung des maroden Streckennetz die Anhebung der staatlichen Zuschüsse angekündigt.

Zürich einheitlich - Grundstimmung gut

Die Schweizer Börse folge nach Angaben von Händlern der uneinheitlichen Tendenz der übrigen europäischen Börsen. Die Grundstimmung am Markt sei allerdings gut. Der SMI zog am Vormittag um 0,2 % auf 7 740,9 Punkte an.

Im Mittelpunkt des Interesses standen Swisscom, die um 3,1 % auf 410,50 sfr zulegten. Presseberichten zufolge planten sowohl Deutsche Telekom als auch Vodafone den Einstieg in die Swisscom-Mobilfunksparte. Baloise zogen zwischenzeitlich auf bis zu 1 793 sfr an und lagen damit nur knapp unter dem Allzeithoch von 1 805 sfr. Nach leichten Gewinnmitnahmen notierte die Aktie zuletzt bei 1 764 sfr und damit knapp im Plus.

Vorsichtiger Start in Paris - Carrefour unter Druck

In Paris präsentierte sich die Börse kaum verändert. Der CAC40 lag 0,3 % im Plus bei 6 166,22 Punkten. Nach den jüngsten Kursgewinnen seien die Anleger vorsichtig geworden, sagten Händler. Die Marke von 6 200 Punkten sei zudem ein starker Widerstand.

Verluste verbuchten am Vormittag Carrefour. Die Einzelhandelskette musste zuvor Rindfleisch wegen Verdachts auf Rinderwahnsinn aus den Regalen nehmen. Dieser Vorfall beschädige Carrefours Image, so ein Marktbeobachter. Nach einem Tagestief bei 80,10 Euro erholte sich die Aktie auf 81,45 Euro und lag damit noch 0,7 % im Minus.

France Telecom profitierten unterdessen von dem möglichen Rückzug der Telekom-Gesellschaft Blu aus der Auktion um die italienischen UMTS-Lizenzen. Die Aktie zog um 1,9 % auf 109,60 Euro an. Börsenschwergewicht TotalFinaElf legte aufgrund der anhaltenden Nahost-Krise und der steigenden Rohöl-Preise um 1,2 % auf 173,10 Euro an.

Italien - UMTS-Auktion beherrschendes Thema

Die italienischen Aktienwerte prästentierten sich am Montag uneinheitlich. Der Mib30 stieg um 0,6 % auf 45 621 Punkte. Beherrschendes Thema am Markt sei die UMTS-Auktion, sagten Händler. Die Telekom-Werte hatten auf den möglichen Rückzug von Blu aus dem Bieterkreis mit Kursgewinnen reagiert.

Zwischenzeitlich kursierten jedoch Gerüchte, wonach die Regierung in diesem Fall eine neue Auktion mit fünf Bietern und vier Lizenzen ansetzen wolle. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass der Preis auch bei einer erneuten Versteigerung nicht signifikant über der bisher gebotenen Summe von insgesamt 12,16 Mrd. Euro liegen werde. Telecom Italia Mobile zogen um 3,5 % auf 9,94 Euro an.



Madrid - Telefonica und Repsol stützen

An der Börse Madrid präsentierte sich der Ibex knapp behauptet. Das Börsenbarometer verlor 0,4 % auf 10 402,80 Punkte. Das weitere Abwärtspotenzial sei Händlern zufolge gering. Die freundliche Tendenz der Schwergewichte Telefonica und Repsol sorge für Unterstützung.

Telefonica bewirbt sich um eine italienische UMTS-Lizenz und profitiert vom möglichen Rückzug des Mitbewerbers Blu. Die Aktie stieg am Vormittag um 2 % auf 21,89 Euro. Repsol wolle Presseberichten zufolge doch kein Übernahmeangebot für Iberdrola abgeben, die einer Fusion mit Endesa bereits zugestimmt hatten. Das Papier legte um 0,6 % auf 20,43 Euro zu.

Amsterdam - Verlage gefragt

Die niederländischen Aktienwerte bewegten sich am Montagvormittag ebenfalls seitwärts. Der AEX zog um 0,2 % auf 657,27 Punkte an. Favorisiert würden neben Technologie-Werten, die von den US-Vorgaben profitierten, Verlagshäuser, sagten Händler. Bei VNU sorgten Pläne zum Verkauf der Magazine für einen Kursanstieg um 1,8 % auf 54,15 Euro. Reed Elsevier zogen nach Gerüchten um eine bevorstehende Akquisition in den USA um 2,1 % auf 13,35 Euro an.

Wiener Börse praktisch unverändert

Die österreichischen Aktienwerte tendierten praktisch unverändert bei 1 090,96 Punkten. Marktbeobachter prognostizierten für den Tagesverlauf eine Seitwärtsbewegung auf dem derzeitigen Niveau. Im ansonsten ereignisarmen Geschäft stach der ATX-Debütant Head hervor, sagten Händler. Die Aktie stieg um 7,9 % auf 7,55 Euro. CyberTron und Tabak Austria profitierten unterdessen von Übernahmespekulationen. Die Titel stiegen um 4,5 % auf 15,00 Euro beziehungsweise 5,1 % auf 48,34 Euro.

Anleger in Brüssel warten ab

In Brüssel haben sich die Anleger nach Aussagen von Händlern zurückgehalten. Der Bel20 verlor am Vormittag 0,3 % auf 3 034,52 Punkte. Die Investoren wollten die Entwicklung der Nahost-Krise und die Eröffnung der US-Börsen abwarten, hieß es. Es sei augenblicklich nicht absehbar, ob die Wall Street ihren Aufwärtstrend vom Freitag fortsetzen werde oder ob es zu einer technischen Korrektur komme. Außerdem sei der Oktober traditionell ein eher schlechter Monat für die Aktienmärkte.

Stockholm - Ericsson belastet erneut

Die Stockholmer Börse wird Händlern zufolge erneut von der schwachen Performance des Schwergewichtes Ericsson belastet. Der OMX gab um 1,4 % auf 1

120,03 Punkte nach. Die Gewinnwarnung des Handy-Herstellers sei noch nicht verdaut, hieß es. Die jüngsten Presseberichte über undurchsichtige Zahlungen an ausländische Berater wirkten sich dagegen kaum aus. Die Aktie verlor 6,50 skr auf 121,00 skr.

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