Insidergeschäfte mit Ahold und Endemol
Haft für Ex-Philips-Chef Boonstra gefordert

Im Prozess gegen den früheren Philips-Chef Cor Boonstra wegen unerlaubter Aktiengeschäfte hat der Ankläger am Donnerstag in Amsterdam sechs Monate Haft auf Bewährung gefordert.

HB/dpa AMSTERDAM. Der 64-Jährige soll außerdem 240 Stunden Sozialdienst leisten und 180 000 Euro Buße zahlen. Darüber hinaus müsse der im Ruhestand lebende Boonstra die 250 000 Euro Gewinn aus einem verbotenen Aktiengeschäft zurückzahlen, beantragte der Staatsanwalt. Er erhoffe sich von der Strafe gegen "einen der wichtigsten Industriekapitäne" eine abschreckende Wirkung, betonte der Ankläger.

Boonstra soll laut Anklage mit Insider-Wissen im März 2000 für 500 000 Euro Aktien des TV-Unterhaltungskonzerns Endemol gekauft haben, kurz bevor dieser vom spanischen Telekomkonzern Telefónica übernommen wurde. Beim Verkauf dieser Papiere kurze Zeit später habe er erheblichen Gewinn gemacht.

Im selben Monat habe Boonstra mit Aktien des Supermarktkonzerns Ahold gehandelt, in dessen Aufsichtsrat er saß. Dieses Geschäft habe er entgegen den Vorschriften damals nicht der Aufsichtsbehörde gemeldet. Mit dem Urteil wird in etwa zwei Wochen gerechnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%