Insidergeschäfte
Staatsanwalt: Finanzier Soros soll Geldstrafe zahlen

Der wegen Insiderhandels angeklagte US-Milliardär und Finanzier George Soros soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zu einer Geldstrafe von 2,2 Mill. Euro verurteilt werden. Eine Haftstrafe beantragte der Staatsanwalt am Donnerstag nicht.

Reuters PARIS. Soros muss sich seit einer Woche vor einem Pariser Gericht verantworten. Die französischen Behörden werfen ihm vor, beim Versuch die Societe Generale im Jahr 1988 zu übernehmen, Insider-Wissen genutzt und dabei 2 Mill. $ verdient zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe. Zusammen mit Soros stehen ein früherer Mitarbeiter des französischen Finanzministeriums und ein libanesischer Geschäftsmann vor Gericht. Gegen einen vierten Angeklagten, einen früheren Banker, wird in Abwesenheit verhandelt.

Die Prozesseröffnung hat 14 Jahre gedauert, weil einige Länder die von den französischen Ermittlern angeforderten Informationen nur zögerlich oder gar nicht lieferten. Die Ermittler suchten nach Geldbewegungen der Beschuldigten in Großbritannien, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz.

Soros wurde 1992 durch immense Spekulationsgeschäfte gegen das britische Pfund weltweit bekannt. Die britische Regierung sah sich wegen der Geschäfte seinerzeit gezwungen, die nationale Währung aus dem Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems herauszunehmen. Die von Soros verwalteten Fonds verdienten an den Spekulationen gegen das Pfund 1992 rund 1 Mrd. $.

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