Insiderhandel und Bilanzfälschung
Neue Vorwürfe gegen Ex-Ceyoniq-Vorstand Wenzke

Gegen das frühere Vorstandsmitglied des insolventen Bielefelder Softwareherstellers Ceyoniq AG, Thomas Wenzke, wird nun auch wegen Insiderhandel ermittelt.

dpa BIELEFELD. Oberstaatsanwalt Klaus Pollmann bestätigte am Dienstag in Bielefeld einen entsprechenden Bericht der "Neuen Westfälischen" (Dienstagsausgabe). Zudem werde wegen des Verdachts ermittelt, Wenzke habe Jahresabschlüsse gefälscht, um auf diese Weise Kredite erschwindeln zu können.

Wenzke war Mitte April zusammen mit Jürgen Brintrup, ebenfalls Ceyoniq-Vorstandsmitglied, festgenommen worden. Wenige Tage zuvor, am 12. April, hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Ceyoniq hatte nach eigenen Angaben Verluste in Höhe von 90 Millionen Euro gemacht. Die am Neuen Markt notierte Aktiengesellschaft, die ehemals als CE Computer Equipment firmierte, war Spezialist für digitale Archivierungs-Systeme.

Brintrup war Anfang Juli aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Gegen Zahlung einer Kaution von einer Million Euro durfte er die Haftanstalt verlassen. Wenzke muss nach einem Haftprüfungstermin am Dienstag allerdings weiter hinter Gittern bleiben, nachdem die Staatsanwaltschaft vorab den Haftbefehl um die neuen Vorwürfe erweitert hatte.

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