Insolvenz
Deutschland-Geschäft von Worldcom läuft weiter

Der Antrag auf Gläubigerschutz des US-Telekomkonzerns Worldcom beeinträchtigt die Geschäfte des Unternehmens in Deutschland nach eigenen Angaben nicht.

Reuters MÜNCHEN. "Die Geschäfte laufen ganz normal weiter", sagte ein Sprecher von Worldcom Deutschland am Montag auf Anfrage. Die internationalen Aktivitäten seien von der Insolvenz nicht betroffen. Worldcom betreibt in Deutschland ein Glasfasernetz mit einer Länge von 3100 Kilometern und unterhält in Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf eigene Stadtnetze. Mit dem UUNET Internet Netzwerk bietet Worldcom in Deutschland derzeit rund 90 Internetzugangspunkte. Spezialisiert hat sich das Unternehmen dabei auf mittelständische Unternehmen und Großkonzerne und zählt nach eigenen Angaben unter anderem die Lufthansa, die Deutsche Bank, Quelle und BMW zu seinen Kunden.

Auch die Nutzer der Worldcom-Netze und Dienstleistungen sehen die Lage offenbar entspannt. Bei BMW hieß es, derzeit gebe es keinen Handlungsbedarf. Worldcom spiele auch keine maßgebliche Rolle als Dienstleister für BMW. Es sei allgemeine Politik des Konzerns, sich nicht abhängig von einem Anbieter zu machen und immer Alternativen parat zu haben. Auch der Reiseanbieter TUI wickelt seine interne Kommunikation und die Kontakte mit den Auslandsagenturen hauptsächlich über das Worldcom-Netz ab. Bisher seien aber keine Auswirkungen des Gläubigerschutzantrags auf die Kundenbeziehungen zu Worldcom absehbar, sagte ein TUI-Sprecher.

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