Insolvenz war nicht ausgeschlossen
Brain Force will NSE Software übernehmen

Das Wiener Softwarehaus Brain Force will durch einen Aktientausch die in die Krise geschlingerte Münchener NSE Software AG übernehmen.

Reuters WIEN/MÜNCHEN. Für jeweils 14 NSE-Aktien sollen die Aktionäre eine Aktie von Brain Force erhalten, teilte Brain Force am Mittwoch in einer Pflichtveröffentlichung mit. Über 54 Prozent des NSE-Kapitals sei schon ein Kaufvertrag zustande gekommen.

Die auf Finanzsoftware spezialisierte NSE hatte im vergangenen Geschäftsjahr hohe Verluste geschrieben. Die ehemals am Neuen Markt gelistete Gesellschaft war kräftig in die Krise geraten und hatte wiederholt eine Insolvenz nicht ausgeschlossen. Im vergangenen Jahr korrigierte NSE seine Prognosen mehrfach nach unten und erzielte nach einer Sanierung einen Verlust der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,115 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 16,5 Millionen Euro.

Vergleichszahlen gab die Gesellschaft nicht an. Das Unternehmen ist auch durch einen häufigen Führungswechsel aufgefallen.

Auch Brain Force hat 2002 Geld verloren, aber operativ die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Für 2003 hat der österreichische Softwarehersteller ein positives Nettoergebnis angekündigt.

Die NSE-Aktie notierte am Nachmittag auf dem Frankfurter Parkett unverändert bei 24 Cent. Die Brain-Force-Aktie kostet 4,10 Euro.

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