Insolvenzantrag davon unberührt
Cargolifter und Boeing planen Stratosphären-Ballon

Der insolvente Luftschiffbauer Cargolifter und der US-Luftfahrtriese Boeing werden gemeinsam ein Konzept für ein so genanntes Stratosphären-Luftschiff ausarbeiten.

Reuters/vwd ST. LOUIS. Boeing teilte mit, beide Unternehmen hätten einen Vertrag geschlossen, der eine detaillierte Machbarkeitsstudie für Stratosphären-Luftschiffe vorsieht. Dies hatten beide Firmen bereits im Mai in einer Absichtserklärung angekündigt.

Die Gespräche über den Einsatz von CargoLifter-Produkten in der eigenen Flugzeug-Fertigung würden weiter fortgesetzt, sagte Boeing-Sprecher Heinrich Grossbongardt. Weiterhin wollen sie möglicherweise gemeinsam als Luftschiff-Systemanbieter auftreten. Boeing tritt aber nicht als Investor für das zahlungsunfähige Unternehmen auf, sagte die Sprecherin.

"Dies ist eine wichtige neue Geschäftsmöglichkeit für Boeing", erklärte Charlie Guthrie, der bei Boeing für Projektstudien verantwortlich ist. Cargolifter habe viel Erfahrung mit Leichter-als-Luft-Systemen. "Wir sind begeistert, mit Cargolifter zusammenarbeiten zu können", sagte Guthrie.

In der Stratosphäre stationierte Luftschiffe könnten im Prinzip eine wichtige Rolle bei der Luftraumüberwachung und bei Kommunikationslösungen spielen, fügte der Boeing-Manager hinzu.

Cargolifter-Vorstandschef Wolfgang Schneider erklärte der Boeing-Mitteilung zufolge, das neu strukturierte Unternehmen Cargolifter werde mit Boeing ein Konzept für einen vielversprechenden Markt ausarbeiten. Die Gespräche über den Einsatz von CargoLifter-Produkten in der eigenen Flugzeug-Fertigung würden weiter fortgesetzt, sagte Boeing-Sprecher Heinrich Grossbongardt. Weiterhin wollen sie möglicherweise gemeinsam als Luftschiff-Systemanbieter auftreten.

Unterdessen hat CargoLifter-Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning für den Donnerstag die Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die AG sowie für sechs Tochterunternehmen beantragt. Wahrscheinlich noch in dieser Woche sei mit einer Entscheidung der öffentlichen Hand über eine mögliche finanzielle Beteiligung an der Weiterentwicklung der Leichter-als-Luft-Technologie zu rechnen, sagte CargoLifter-Sprecherin Silke Rösser am Mittwoch zu vwd.

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