Insolvenzordnung von 1999
Hintergrund: Die Insolvenz in Eigenverwaltung

Mit dem Ziel möglichst viel Handlungsspielraum bei der Umstrukturierung und Rettung möglichst vieler Unternehmensteile des Babcock-Konzerns zu gewinnen, will die Landesregierung nun eine Insolvenz in Eigenverwaltung etablieren.

dpa OBERHAUSEN. Gerichte genehmigen diese Form des Insolvenzverfahrens lediglich dann, wenn gute Möglichkeiten einer Sanierung gegeben sind. Auch bei der Kirch-Pleite wird diese Form des Insolvenzverfahrens praktiziert.

Bei diesem Verfahren kann das Management - anders als im Regelverfahren - operativ stärker agieren. Trotzdem hat es nicht völlig freie Hand, sondern wird von dem Insolvenzverwalter kontrolliert, der vom Gericht eingesetzt wird.

In Juristenkreisen ist diese Form des Insolvenzverfahrens nicht unumstritten. Das alte Management habe zu viel Macht. «Wie sollen ausgerechnet jene, die den Eintritt der Insolvenz nicht verhindern konnten, die Krise bewältigen können», hatte bereits nach der KirchMedia-Insolvenz der Stuttgarter Insolvenzverwalter Volker Grub kritisiert.

Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist durch die neue Insolvenzordnung aus dem Jahr 1999 ermöglicht worden. Anders als in der alten Konkursordnung ist das Insolvenzverfahren nicht primär auf die Zerschlagung, sondern auf die Sanierung eines Unternehmens ausgerichtet.

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