Insolvenzverfahren beantragt
Qivive-Konzept ging nicht auf

Der von der Lufthansa-Tochter Start, dem Axel Springer Verlag und dem Konzertveranstalter Deag gegründete Online-Marktplatz Qivive ist zahlungsunfähig. Wie die Deutsche Entertainment AG (Deag) in Berlin mitteilte, hat die Geschäftsführung des Bad Homburger Unternehmens Insolvenz beantragt. Das Internet-Angebot, mit dem vor allem Eintrittskarten online bestellt werden konnten, besteht seit 1999.

dpa BERLIN. Nach Deag-Angaben konnten sich die drei Gesellschafter nicht auf eine weitere Finanzierung und damit die gesicherte Weiterführung der Gesellschaft einigen. Auch die Übernahme von Qivive durch einen neuen Investor sei in letzter Minute gescheitert, erklärte die Deag. Der Geschäftsbetrieb werde vorerst weitergeführt.

Qivive sollte ursprünglich 2001 an die Börse gebracht und so die nötigen Finanzmittel aufgebracht werden. Das Konzept ging jedoch nicht auf. Deag-Vorstandschef Peter Schwenkow sprach von einem "völlig neuen Marktumfeld" gegenüber den ursprünglichen Planungen. Es habe daher die Frage bestanden, ob das Unternehmen in absehbarer Zeit profitabel werde. Die Gesellschafter seien jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass Qivive auch in den nächsten zwei Jahren eine "Geldvernichtungsmaschine" bleibe, sagte Schwenkow.

Die Deag geht laut Schwenkow davon aus, dass sie sich im Rahmen der Insolvenz "auch kurzfristig von der mit der Qivive GmbH bestehenden exklusiven Vertriebsbindung teilweise und anschließend ganz lösen" könne. Bezogen auf die Restlaufzeit der ursprünglichen Exklusivbindung an Qivive könne Deag nunmehr von Mehrerlösen im "zweistelligen Millionen-Euro-Bereich" ausgehen. Die 33-prozentige Beteiligung an Qivive sei bereits im vergangenen Jahr vollständig abgeschrieben worden.

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