Insolvenzverfahren läuft
Börse schließt Prodacta vom Neuen Markt aus

Der finanziell angeschlagene IT-Dienstleister Prodacta wird nach einem Beschluss der Deutschen Börse voraussichtlich Ende Dezember als bislang siebtes Unternehmen wegen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens den Neuen Markt verlassen.

Reuters FRANKFURT. Die Beendigung der Zulassung der Prodacta-Aktien für das Börsensegment werde mit Ablauf des 26. Dezember 2001 wirksam, teilte die Börse am Montag auf ihrer Internet-Seite mit. Die Zulassung zum Geregelten Markt bleibe von der Entscheidung unberührt. Die Prodacta-Aktie tendierte am Montag bei geringen Umsätzen unverändert bei 0,16 Euro.

Vor Prodacta wurden bereits Kabel New Media, Management Data, Infomatec und mb Software vom deutschen Wachstumssegment ausgeschlossen. Bei Lipro und Micrologica laufen die Fristen nach Börsenangaben Anfang Dezember aus.

Unterdessen hat das Landgericht Frankfurt einen Verhandlungstermin der e-m-s New Media AG zu einem Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Delisting-Regeln der Börse verschoben. Wie ems am Montag mitteilte, erklärte sich die 30. Zivilkammer für funktionell unzuständig und verwies den Rechtsstreit an die Kammer für Handelssachen.

Nach dem seit dem 1. Oktober geltenden verschärften Regelwerk sind neben insolventen Unternehmen solche Firmen von einem Ausschluss vom Neuen Markt betroffen, deren Aktienkurs an 30 aufeinder folgenden Börsentagen im Tagesdurchschnitt unter einem Euro notiert und deren Marktkapitalisierung während dieser Zeit dauerhaft die 20 Mill. Euro unterschreitet.

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