Insolvenzverfahren läuft: Hintergrund: Kirch Media - einst Herzstück eines Imperiums

Insolvenzverfahren läuft
Hintergrund: Kirch Media - einst Herzstück eines Imperiums

In der Kirch Media GmbH & Co KGaA war das Kerngeschäft des gescheiterten Medienunternehmers Leo Kirch gebündelt. Neben Fernsehsendern wie Sat.1, Pro Sieben oder Kabel 1 sowie dem Filmhandel gehörte auch der Sportrechte-Handel zur Kirch Media.

HB/dpa HANNOVER. So erwarb Kirch Media die TV-Rechte für die Bundesliga und verkaufte sie anschließend weiter, in erster Linie an die Kirch-Sender Sat.1 und Premiere. Am 8. April vergangenen Jahres stellte Kirch Media einen Insolvenzantrag.

Seitdem werden Teile des Unternehmens verkauft. Mit dem Erlös sollen die Gläubiger zumindest teilweise befriedigt werden. Auch die Bundesligisten gehören mit einer Forderung von rund 400 Mill. ? dazu. Die Geschäfte der Kirch Media laufen auch im Insolvenzverfahren weiter. So schloss die Gesellschaft mit der DFL am 28. Juni einen neuen TV-Vertrag.

Als bisher wichtigster Teil der Kirch Media ist die Sportrechte-Agentur Kirch Sport verkauft worden. Die neuen Eigner des in Infront Sports & Media AG umbenannten Unternehmens sind Ex-Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus, KJ Martin Steinmeyer, Overlook Management B.V. und die Manager um Günter Netzer.

Der Verkauf des TV-Konzerns Pro Sieben Sat.1 und des Filmrechtehandels soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Favorit ist derzeit der Hamburger Bauer-Verlag, auch der US- Milliardär Haim Saban macht sich aber noch Hoffnungen. Dann muss vor allem noch ein Käufer für das DSF gefunden werden.

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