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Insolvenzverfahren über Mühl eröffnet

Der Baudienstleister Mühl Product & Service ist pleite.

Reuters ERFURT. Über das Vermögen der am Neuen Markt gelisteten Gesellschaft sei am Montag das Insolvenzverfahren eröffnet worden, teilte Mühl am Dienstag in Erfurt mit. Zu Insolvenzverwaltern sind die Rechtsanwälte Rolf Rombach und Günter Wagner bestellt worden.

Rombach sagte, der Konzern sei nach eingehender Prüfung nur in geschrumpfter Form überlebensfähig. Derzeit werde die Möglichkeit geprüft, das bundesweit präsente Unternehmen im Kernbereich fortzuführen.

Die Verwertung der Regionalgesellschaften, in denen die meisten Arbeitsplätze und das Vermögen der Gesellschaft gebündelt seien, stehe derzeit im Vordergrund. Fortführungschancen haben den Angaben zufolge mehrere Niederlassungen in Thüringen und Hessen zusammen mit den Töchtern eLogistic24 und RIB Software.

In den sieben Mühl-Regionalgesellschaften seien inzwischen rund 400 Arbeitsplätze gesichert worden, hieß es weiter. Bei weiteren Standorten dauerten die Übernahmeverhandlungen für 230 Arbeitsplätze noch an.

Bis zu 600 Mühl-Mitarbeiter würden in den kommenden vier Monaten in Beschäftigungsgesellschaften in Thüringen, Mitteldeutschland und Bayern für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Bei den beiden Tochtergesellschaften eLogistic24 und RIB Software sind 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Ende Mai hatte das Unternehmen prognostiziert, rund 3000 der ehemals 3800 Arbeitsplätze erhalten zu können.

Mühl hatte Ende März wegen akuter Liquiditätsprobleme einen Insolvenzantrag gestellt. Anfang April hatte sich die Gesellschaft mit den Gläubigerbanken geeinigt, den Geschäftsbetrieb ohne Einschränkung zunächst fortzuführen.

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