Insolvenzverfahren wird fortgesetzt
Clement: Babcock-Rettung gescheitert

Die Gespräche über die Rettung des zahlungsunfähigen Oberhausener Maschinenbau-Konzerns Babcock Borsig sind gescheitert, erklärte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) am Montag in Düsseldorf.

HB/dpa/rtr DÜSSELDORF. Vier der sechs beteiligten Banken hätten nicht genügend Vertrauen in eine Neuausrichtung und eine neue Führungsstruktur gehabt.

"Die Banken waren der Meinung, dass über ein Insolvenzverfahren mehr Klarheit und Sicherheit zu erhalten ist, als durch eine freiwillige Vereinbarung", sagte der Ministerpräsident. Die Landesregierung strebe eine nach dem neuen Insolvenzrecht mögliche Sanierung durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung an, betonte Clement. Landesbürgschaften für Babcock Borsig im laufenden Insolvenzverfahren schloss Clement weiterhin nicht aus. "Rettungsbürgschaften sind auch künftig denkbar", sagte er.

Das für den angeschlagenen Anlagenbauer Babcock Borsig eingeleitete Insolvenzverfahren wird nach Angaben Clements fortgesetzt. Ziel sei, die Rettung des Unternehmens durch eine Sanierung zu erreichen, sagte Clement am Montag in Düsseldorf. Die bislang geführten Gespräche zur Sanierung von Babcock hätten keinen Erfolg gehabt, erklärte er weiter. Der Oberhausener Konzern werde aber noch in dieser Woche eine neue Führung bekommen. Vor allem solle Babcock einen neuen Vorstandsvorsitzenden bekommen, sagte Clement. Bislang ist diese Position vakant.

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