Insolvenzverfahrens kaum noch abzuwenden
Alstom dementiert Interesse an Babcock

Entgegen deutschen Medienberichten vom Dienstag hat der französische Großanlagenbauer Alstom nach eigenen Angaben grundsätzlich kein Interesse an der vollständigen Übernahme oder dem Kauf von Unternehmensteilen der angeschlagenen deutschen Babcock Borsig AG.

Reuters PARIS. Alstom sei derzeit in einem Plan zum Transfer von Vermögenswerten engagiert, sagte ein Alstom-Sprecher am Dienstag. "Ich glaube kaum, dass wir Babcock oder eine seiner Sparten übernehmen werden", fügte der Sprecher hinzu. Die "Financial Times Deutschland" (FTD) und die "Welt" hatten in ihren Dienstagsausgaben von entsprechenden Gesprächen der Unternehmen berichtet. Am Montag war bekannt geworden, dass ein Sanierungsplan für das Oberhausener Traditionsunternehmen Babcock Borsig an der fehlenden Zustimmung mehrerer Banken gescheitert war. Damit scheint die Eröffnung des Insolvenzverfahrens kaum noch abzuwenden. Einen entsprechenden Antrag hatte Babcock bereits am Donnerstag gestellt.

Die FTD berichtete unter Berufung auf Babcock-Unternehmenskreise, eine Fusion von Unternehmensteilen sei sinnvoll, weil Babcock und Alstom in Europa die einzigen verbliebenen Hersteller von Steinkohlekraftwerken seien. Wie die "Welt" unter Berufung auf Verhandlungsteilnehmer berichtete, verhandelten derzeit Gläubiger mit Alstom über den Erwerb von Teilen der Energietechnik-Sparte des Oberhausener Maschinen- und Anlagenbauers. Mit einem Vertragsabschluss werde in den nächsten vier Wochen gerechnet. Verkaufsgespräche gebe es auch beim Anlagenbau. "Ich gehe davon aus, dass dieser Geschäftsbereich von einem größeren Konkurrenten übernommen wird", habe es bei einem der federführenden Gläubiger geheißen. Auch für andere Konzernteile von Babcock scheine es bereits konkrete Pläne zu geben, berichtete die "Welt" ohne Angaben von Quellen.

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