Insolvenzverwalter hat Sanierungskonzept vorgelegt
Teamwork soll 2001 wieder schwarze Zahlen schreiben

Der Insolvenzverwalter der Teamwork Information Management AG , Frank Kebekus, hat im Einklang mit dem Vorstand sowie dem eingeschalteten Beratungsunternehmen ein konkretes Sanierungskonzept vorgelegt.

rtr/dpa-afx PADERBORN. Wie das seit Anfang November im Insolvenzverfahren stehende Unternehmen am Mittwoch in Paderborn mitteilte, soll nur das Kerngeschäft "Lösungen im Groupware- und E-Business-Segment" weitergeführt werden. Geplant sei im Geschäftsjahr 2001 ein ausgeglichenes Ergebnis. Weiter sieht das Sanieungskonzept eine Standortkonzentration, Personalabbau sowie die deutliche Reduzierung der Sachkosten bei Teamwork vor. Zielsetzung sei die erfolgreiche Weiterführung des Kerns der Teamwork-Unternehmensgruppe und die Fortsetzung der Sanierungsbemühungen mit einem möglichen Abschluss im ersten Quartal 2001, gegebenenfalls über ein Insolvenzplanverfahren. Die am Frankfurter Neuen Markt notierten Teamwork-Aktien verbuchten nach Bekanntgabe der Pläne am Mittwoch kräftige Kursgewinne. Gegen 12 Uhr notierte das Papier mit 3,95 Euro mehr als 33 % im Plus.



Den Angaben zufolge will Teamwork Vertrieb und Marketing auf den deutschen Markt fokussieren. Die Anzahl der deutschen Vertriebstöchter solle auf die umsatzstärksten Geschäftsstellen in Hamburg, Hannover und Paderborn reduziert werden. In einer neuen Geschäftsstelle West würden die bisher von Dortmund, Düsseldorf, Köln und Frankfurt aus betriebenen Aktivitäten zusammengefasst. Für die Berliner Geschäftsstelle werde ein Management-Buyout in Verbindung mit der Betreuung der öffentlichen Verwaltungen angestrebt. Eine Konzentration auf die schon bisher erfolgreichen Branchen Industrie, Dienstleistungen und Finanzdienstleister sowie Gesundheitswesen sei vorgesehen. Das Geschäftsfeld Application Service Providing werde mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft What's Up AG aufgegeben.

Trotz geplanter Umsatzsteigerung würden die Kosten im Zuge der geplanten Unternehmensrestrukturierung deutlich gesenkt. Die Mitarbeiterzahl werde zum 1. Januar kommenden Jahres auf 85 von bislang 138 reduziert. Der Personalabbau betreffe hauptsächlich den Bereich Forschung und Entwicklung und die zentralen Funktionen. Freigestellte Mitarbeiter würden beim Wechsel zu anderen Unternehmen unterstützt. Für Kostenflexibilisierung werde die Möglichkeit des Einsatzes freier Mitarbeiter sorgen. Auch die Sachkosten würden deutlich reduziert.

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