Insolvenzverwalter konnte nichts mehr retten
Hagens Basketballer spielen nicht mehr

Die Basketballer von Brandt Hagen haben den Kampf um das sportliche Überleben der Mannschaft in der Bundesliga verloren. Der Spielbetrieb wird ab sofort eingestellt. Die Spieler warten schon seit Monaten auf ihre Gehälter.

HB HAGEN. Auch die letzten Versuche, das neben Gießen einzige noch verbliebene Bundesliga-Gründungsmitglied zu retten, schlugen fehl. "Das ist außerordentlich bitter, aber wir mussten nun die Konsequenzen ziehen", sagte Vereinschef Ludwig Heimann.

Damit steht Hagen als erster Absteiger fest, alle bisherigen Brandt-Spiele werden annulliert. Das bestätigte BBL-Generalmanager Otto Reintjes. "Außer der Tradition gab es aus Hagen kein positives Signal. Der Club hat die Entwicklung in den letzten Jahren verschlafen. Der Schaden für die gut aufgestellte Bundesliga hält sich aber in Grenzen. Es gibt in der 2. Bundesliga genug potente Nachrücker", meinte Reintjes.

Ob der Club in der 2. Bundesliga weitermachen wird, kann erst nach dem Ende des Insolvenzverfahrens geklärt werden. Der Tabellensiebte hatte bereits Mitte Dezember beim Amtsgericht Hagen Antrag auf Eröffnung eines solchen Verfahrens gestellt. Doch auch dem Insolvenzverwalter Dirk Andres (Düsseldorf) war es nicht gelungen, neue Sponsoren zu gewinnen. Die Etatlücke in Höhe von etwa 400 000 Euro konnte deshalb nicht geschlossen werden, seit zwei Monaten warteten die Spieler vergeblich auf ihre Gehälter.

Laut Trainer Armin Andres war der Pokalsieger von 1994 nach dem Weggang einiger Leistungsträger ohnehin nicht mehr bundesligatauglich. Zuletzt hatte der Amerikaner Chris Carrawell in aller Eile auf die unsichere Lage reagiert, den Club verlassen und damit den Kader auf acht Spieler reduziert.

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