Insolvenzverwalter lehnte Vergleichsvorschlag von 150 000 bis 300 000 Euro ab
Gericht schmettert Sportgate-Klage ab

Die Millionenforderung gegen Ex-Tennisstar Boris Becker ím Zusammenhang mit der Insolvenz der Internetfirma Sportgate ist vom Landgericht München I abgeschmettert worden.

HB MÜNCHEN. Die Forderung von Insolvenzverwalter Hartwig Albers über 1,5 Millionen Euro plus Zinsen wies die 12. Zivilkammer am Donnerstag ab. Ansprüche wegen einer von Becker unterzeichneten Erklärung zum Ausgleich von Sportgate-Verlusten hätten vor Einleitung des Insolvenzantrages geltend gemacht werden müssen, erklärte das Gericht.

Becker muss aber rund 5 700 Euro wegen Unterbilanzhaftung zahlen. Der inzwischen 36-Jährige war an der Internetfirma beteiligt, die 2001 nur wenige Monate nach dem Start in die Pleite schlidderte. In der mündlichen Verhandlung hatte Insolvenzverwalter Albers einen Vergleichsvorschlag des Gerichts auf Zahlung von 150 000 bis 300 000 Euro abgelehnt. Eine Berufung gegen das Urteil ist zulässig.

Vor fast einem Jahr - im Oktober 2002 - war Becker ebenfalls vor dem Landgericht München I verurteilt worden, damals allerdings in einem Strafverfahren. Wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe wurde er zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Zudem wurde er zur Zahlung von insgesamt 500 000 Euro verpflichtet. "Das war mein wichtigster Sieg", lautete damals Beckers erleichterte Reaktion, da er einer Gefängnisstrafe entgangen war.

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