Inspektionen gehen weiter: Irak setzt Raketenzerstörung fort

Inspektionen gehen weiter
Irak setzt Raketenzerstörung fort

Der Irak hat am Montag die am Wochenende begonnene Zerstörung seiner Kurzstreckenraketen vom Typ Al-Samoud 2 fortgesetzt. Das bestätigte der Sprecher der UN-Waffenkontrollmission im Irak (UNMOVIC), Hiro Ueki, in Bagdad. Das irakische Informationsministerium teilte mit, es seien acht weitere Raketen zerstört worden.

HB/dpa BAGDAD. Am Wochenende hatten irakische Spezialisten in El Tadschi, 20 Kilometer nördlich von Bagdad, bereits zehn Al-Samoud-2-Raketen zerstört. UNMOVIC-Chef Hans Blix hatte ultimativ ihre Vernichtung verlangt, weil ihre Reichweite größer als die von den UN erlaubten 150 Kilometer ist. Auch zwei Gusskammern waren vernichtet worden. Präsidentenberater Amir el Saadi hatte am Sonntagabend auf die Frage, ob der Irak auch dann mit der Raketenzerstörung fortfahren würde, wenn sich die USA für einen Krieg entschieden, erklärt: "Wenn sich zu einem frühen Zeitpunkt in diesem Monat herausstellen sollte, dass Amerika nicht den rechtmäßigen Weg geht, warum sollten wir dann weitermachen?"

Die Inspekteure der UNMOVIC und der Internationalen Atomaufsichtsbehörde (IAEO) waren am Montag an insgesamt elf Orten aktiv. Wie die irakischen Behörden mitteilten, gehörten dazu neben El Tadschi, wo die Al-Samoud-2-Raketen zerstört werden, zwei weitere Raketenfabriken, eine PVC-Fabrik im Süden von Bagdad, zwei private Importfirmen sowie ein Sprengplatz in El Asisiya 100 Kilometer südlich von Bagdad.

In El Asisiya hatte der Irak nach eigenen Angaben vor zwölf Jahren 157 Fliegerbomben, die mit biologischen Kampfstoffen gefüllt waren, einseitig vernichtet. Grabungen unter UNMOVIC-Beobachtung sollen nun klären, ob die vom Irak genannte Zahl glaubwürdig ist. In den vergangenen Tagen wurden Fragmente und auch einige intakte Bomben gefunden, deren Inhalt von der UNMOVIC analysiert werden soll.

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