Institut erwartet 2001 höheres Vorsteuerergebnis
Dresdner Bank blickt wieder optimistischer in die Zukunft

Die Dresdner Bank erwartet wegen eines weiter wachsenden Provisionsüberschusses und einer geringeren Risikovorsorge im laufenden Geschäftsjahr eine Ergebnissteigerung. Zudem solle die Eigenkapitalrendite bis 2003 nachhaltig auf 15 % nach Steuern steigen, teilte die Bank in ihrem Geschäftsbericht am Donnerstag vor der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt mit.

rtr/vwd/dpa/afx FRANKFURT. Im Unternehmensbereich Asset Management will die Bank intern und extern weiter wachsen. "Ziel ist eine marktführende Position in Europa und mindestens eine Top-Ten-Stellung in weiteren Zielmärkten", heißt es in dem Geschäftsbericht dazu.

Mit der Übernahme durch die Allianz habe sich für beide Unternehmen eine Chance eröffnet, gemeinsam mehr Werte für Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen, hieß es in einem Brief von Dresdner-Vorstandssprecher Bernd Fahrholz an die Aktionäre.

"Insgesamt kann die Dresdner Bank nach dem schwierigen Jahr 2000 wieder optimistischer in die Zukunft blicken", schreibt der Vorstand der Bank in seinem Geschäftsbericht 2000, ohne hier schon auf die von Vorstand und Aufsichtsrat empfohlene Übernahme durch die Allianz einzugehen.

Die numehr offizielle Konzern-Gewinn/Verlustrechnung 2000 zeigt ein Ergebnis vor Sonderfaktoren und vor Steuern von 2,641 (2,130) Mrd. Euro. Nach dem Aufwand zur Sicherung der Wettbewerbsposition von 553 Mill. Euro und dem Restrukturierungsaufwand von 475 Mill. Euro wird ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Gewinn vor Steuern von 1,613 (2,130) Mrd Euro errechnet. Nach den Ertragssteuern von minus (plus) von 129 (1 051) Mill. Euro ergibt sich ein Gewinn nach Steuern von 1,742 (1,079) Mrd. Euro. Es wird ein Jahresüberschuss von 1 730 (1 053) Mill. Euro sowie nach Einstellungen in die Gewinnrücklagen ein Bilanzgewinn von 500 (469) Mill. Euro genannt.

Mit Allianz ein strategischer Schritt

Der Risikovorsorge-Bedarf werde deutlich geringer sein, sagte Vorstandssprecher Bernd Fahrholz bei der Vorlage der Bilanz. Im vergangenen Jahr habe das Immobiliengeschäft der Deutschen Hypothekenbank die Risikovorsorge belastet. Der Provisionsüberschuss dürfte ebenfalls weiter wachsen, sagte Fahrholz.

Das Zusammengehen mit der Allianz AG, München, ist für die Dresdner Bank nach Aussage von Fahrholz ein strategischer Schritt. Das Übernahmeangebot der Allianz an die Aktionäre der Dresdner Bank sei nicht tagesgezogen mit Blick auf die Kapitalmärkte zu sehen, so der Vorstandssprecher bei der letzten Bilanz-Pressekonferenz vor dem Eintritt in den Allianz-Konzern im dritten Quartal 2001, sofern die Aktionäre und die Wettbewerbsbehörden das Angebot bzw. die Fusion entsprechend akzeptieren. Davon gehen die Vorstände beider Institute aus. Die Dresdner Bank will nach eigenen Angaben ihren 3,6 prozentigen Anteil an der französischen Bank Credit Lyonnais in die Fusion mit der Allianz miteinbringen.

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