Institut tauscht Vorstand aus: Christine Licci übernimmt Verantwortung
Citibank-Deutschland-Chefin Willy Socquet muss gehen

FRANKFURT/M. Christine Licci wird Nachfolgerin von Willy Socquet an der Spitze der Citibank Privatkunden AG in Deutschland. Als Business Managerin trägt sie ab sofort die operative Verantwortung, ihre Bestellung als Vorstandsvorsitzende muss noch von den Bankgremien und dem Aufsichtsamt genehmigt werden. Die Citibank Privatkunden AG ist Teil der Citigroup, einer der weltgrößten Finanzkonzerne. Sie beschäftigt in Deutschland 5 000 Mitarbeiter.

Der Aufsichtsrat sei der Meinung, die Vorstellungen Socquets über die Geschäftspolitik der Bank stimmten nicht mehr mit denen der Citigroup überein, begründete ein Sprecher den Weggang des seit 1997 tätigen Vorstandsvorsitzenden. Socquet wurde in der Bank für seinen harten Führungsstil kritisiert. Christine Licci ist sei Juli 1999 Mitglied des Vorstands der Citibank AG und verantwortlich für das Optionsscheingeschäft. Ende der neunziger Jahre restrukturierte sie das globale Geschäft der Bank mit Optionsscheinen. Sie wird künftig direkt an Kenneth Dowd, Executive Vice President der Citibank Consumer Group in Europa, berichten. Voraussichtlich Ende dieser Woche soll auch die bislang vakante Position des Personalvorstands der Citibank Privatkunden AG neu besetzt werden.

Die Citibank in Deutschland hat mit Problemen zu kämpfen. Mehrere Vorstände haben in rascher Folge die Bank verlassen. Fehler im Personal-Management hätten dazu geführt, dass die IT-Kosten davonlaufen, heißt es aus Bankkreisen. Außerdem sei das mittlere Management zu stark ausgedünnt worden.

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge erreichte im ersten Halbjahr 748 Mill. DM, 13 Mill. DM weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sonderposten, wie den Aufwand für Aktienoptionen, stieg es um 52 Mill. DM (7,3 %).

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