Institut weist Finanzloch von 2,9 Milliarden Pesetas auf
Drohender Bankrott der Aresbank schreckt spanische Zentralbank auf

dpa-afx MADRID. Der drohende Bankrott eines arabisch-spanischen Geldinstituts hat die Zentralbank in Madrid alarmiert. Um eine Intervention zu vermeiden, sei die Banco Árabe Espanol (Aresbank) zu einer umgehenden Kapitalerhöhung von vier Milliarden Pesetas (47 Mill. DM) gedrängt worden, berichtete die Presse am Donnerstag. Andernfalls habe die Bankenaufsicht gedroht, das Finanzinstitut unter ihre Kontrolle zu stellen und aufzulösen.

Die mit Kapital aus Libyen, Kuwait und Spanien 1975 gegründete Aresbank (Madrid) weise nach einem gescheiterten Immobiliengeschäft an der südspanischen Costa del Sol ein Finanzloch von knapp 2,9 Mrd. Pesetas auf, hieß es. Die Aresbank, die nach eigenen Angaben über Aktiva im Wert von 56 Mrd. Pesetas verfügt, soll bereits im vergangenen Jahr einen Verlust von fast 6 Mrd. Pesetas gemacht haben.

An dem Geldinstitut ist der spanische Staat mit 7,3 Prozent beteiligt. Weitere spanische Anteilseigner sind die Großbanken BBVA (16,7 Prozent) und BSCH (3,3 Prozent). Den Rest teilen sich Investoren aus Libyen, Kuwait und Algerien. Die Aresbank war während der ersten großen Ölkrise mit dem Ziel gegründet worden, den Handel mit diesen Ländern zu fördern. Vor sieben Jahren hatte die spanische Zentralbank die heute zur BSCH gehörende Banco Espanol de Crédito (Banesto) wegen Milliardenverlusten unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%