Institute kritisieren mangelnde Qualität und Zugänglichkeit
Studie: Gesetzgeber soll Meinungsvielfalt im Internet sichern

Die Meinungsvielfalt im Internet reicht nach Auffassung einiger Medienwissenschaftler nicht mehr aus. Kommerzielle Anbieter allein könnten nicht die verfassungsrechtlich geforderte freie öffentliche Kommunikation gewährleisten.

dpa HAMBURG. Das ergibt die Studie "Perspektiven der Gewährleistung freier öffentlicher Kommunikation" des Hamburger Hans-Bredow-Instituts und des Instituts für Rundfunkökonomie an der Universität Köln, die die ARD in Auftrag gegeben hatte und am Montag verbreitete.

In der Studie seien verschiedene Online-Dienste differenziert und unter verfassungsrechtlichen und ökonomischen Gesichtspunkten untersucht worden. Die Vermittlung durch Suchmaschinen, Newsarchive und Portale erhalte im Internet entscheidende Bedeutung. Defizite unterschiedlicher Dienste-Typen, die sich aus der Abhängigkeit vieler Online-Dienste von Werbung oder Nutzer-Gebühren ergäben, beeinträchtigten aber Qualität und Zugänglichkeit der Informationen im Internet, heißt es in einer der zentralen Thesen.

Die Institute fordern den Gesetzgeber auf, freie öffentliche Kommunikation - deren Gewährleistung Artikel 5 des Grundgesetzes gebiete - auch im Online-Bereich zu sichern. ARD und ZDF stoßen mit ihren Internet-Aktivitäten immer wieder auf Widerstand. Hauptkritikpunkt der privaten Konkurrenten ist, dass die öffentlich- rechtlichen Anstalten mit Gebührenmitteln bestückt in den Wettbewerb zögen. Die Kritiker fordern, dass beide Anstalten sich in ihren Internet-Portalen im wesentlichen auf die Verbreitung ihrer Programme beschränken.

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