Institutionelle Anleger halten sich zurück
Wochenvorschau: Käufer gesucht

An der Wall Street herrscht zur Zeit kein Mangel an Verkäufern, insbesondere von institutioneller Seite. Die aktuelle Ertragslage der Unternehmen ermutigt nicht gerade die Nachfrage.

NEW YORK. Während die Konjunkturlage in den vergangenen Wochen sich aufgehellt hat, können die Unternehmenschefs eine verbesserte Ertrags- oder auch nur Ordereingangslage keineswegs bestätigen. So fürchten sich die Anleger nun vor der Ertragswarnungssaison. Die hat in der abgelaufenen Woche bereits begonnen.

Und die ersten Meldungen verheißen wenig Gutes. Flextronic hat eine Umsatzwarnung ausgesprochen. Die Bestellungen aus dem Kommunikationsbereich seien weit schwächer als erwartet, meldete der Elektronik-Hersteller, der fast für alle führenden Handy-Bauer tätig ist. Eine Warnung gab es auch von Hewlett-Packard-Chefin Fiorina. Die Intel-Warnung wird Tech-Investoren auch noch in der kommenden Woche in den Ohren klingen.

Da wundert es nicht, dass die Fondsmanager in den USA so gut nichts mehr auf ihren Einkaufslisten haben. Der Jensen Fund, der auf große Wachstumswerte setzt, hält zur Zeit nur einen Tech-Wert: Adobe. Auch diejenigen unter den Profis, die an eine langfristige Wiederkehr der Techs glauben, können sich nicht zu Shopping-Touren durchringen. "Da zur Zeit niemand auf der Welt in Tech-Funds drängt, müssen wir etwas verkaufen, um etwas anderes kaufen zu können", sagt Kevin Landis, der bei Firsthand Funds, Palo Alto, für die Strategie zuständig ist.

So werden die Investoren hier in den USA in den kommenden Tagen die Augen vor allem auf den Ad-Hoc-Meldungen haben. Zum Reigen von richtungsweisenden Quartalsberichten dürfte am Donnertag der Grafik-Software-Spezialist Adobe gehören. Am selben Tag legt Ketchup-Marktführer HJ Heinz mit Ergebnissen zum 4. Quartal.

An Konjunkturdaten stehen in der kommenden Woche keine Aufregungen an. Aufmerksam dürfte allerdings die Veröffentlichung des Beige Books am Mittwoch verfolgt werden. In dem Bericht sammeln die Federal Reserve Banken der einzelnen US-Bundesstaaten Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Notenbanker basieren ihre Einschätzung auf Reports von Volkswirten, aber auch von Unternehmern in ihrem Umfeld.

Wall Street Correspondents

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%