Institutionelle Anleger steigen aus
Babcock-Aktie bricht um 30 Prozent ein

Die Aktien der im MDax gelisteten Babcock-Borsig AG haben ihre seit Tagen anhaltende Talfahrt auch am Freitag fort gesetzt und sind um zeitweise mehr als 30 % auf ein Allzeittief eingebrochen.

Reuters FRANKFURT. Händlern zufolge stiegen institutionelle Investoren aus dem Wert aus, nachdem der Verkauf der Beteiligung an der Werft HDW Bedenken über die weitere Strategie des Unternehmens hatte aufkommen lassen. Die Papiere fielen gegen Mittag um 29,75 % auf 4,70 Euro, nachdem sie zuvor bei 4,56 Euro ein neues historisches Tief markiert hatten.

Am Montag hatte Babcock mitgeteilt, 25 % seiner Beteiligung an der Kieler Howaldtswerke Werft-Deutsche (HDW) an den US-Finanzinvestor One Equity Partners verkauft zu haben. Bedenken der Investoren, wie es mit dem Traditionsunternehmen nun weiter gehen soll, hatten die Titel seither um knapp 50 % einbrachen lassen. Nicht einmal der Ansatz einer Strategie sei zu erkennen, kritisiert Ralf Dörper von WestLB Panmure.

"Es bestand die Möglichkeit, eine deutsche Werft unter dem Babcock-Borsig-Konzern zu gründen", sagte ein Fondsmanager. "Mit dem Verkauf von HDW hat diese Geschichte ein jähes Ende gefunden und da ist es besser, die Aktie zu verkaufen." Durch den Verkauf der HDW gingen dem Babcock-Konzern auch jede Menge Forderungen verloren. "Und das wird sich nicht gerade positiv auf die Bilanz auswirken", fügte er hinzu.

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