Institutionelle Investoren halten sich zurück
Kaum Nachfrage nach Müller lila Logistik

Der Schwäbische Logistikdienstleister gab heute bekannt, am 30. Mai einen zweiten Anlauf für Gang an den Neuen Markt zu unternehmen. Die Preispanne dafür liege nun bei 6,50 bis 7,50 € nach 9 bis 10,50 € beim ersten Versuch im April.

rtr FRANKFURT. Keine Nachfrage gibt es nach Angaben von Händlern nach der ersten Neuemission am Neuen Markt sei rund zwei Monaten, der Müller - Die lila Logistik AG. "Der Umsatz ist gleich Null", sagte Nobert Empting, Händler bei der auf den vorbörslichen Handel per Erscheinen spezialisierten Börsenmakler Schnigge AG. Der Schwäbische Logistikdienstleister hatte am Morgen bekannt gegeben, am 30. Mai einen zweiten Anlauf für den im Apil verschobenen Gang an den Neuen Markt zu unternehmen. Die Preispanne dafür liege nun bei 6,50 bis 7,50 ? nach neun bis 10,50 ? beim ersten Versuch.

"Auch ein ermäßigtes Preisniveau lockt keine Anleger hinter dem Ofen hervor", sagte Empting. Zudem seien die Anleger bei einem zweiten Anlauf mit reduzierter Preispanne erst recht vorsichtig. Empting zufolge befindet sich das Umfeld für Neuemissionen nach wie vor in einer sehr schwierigen Phase. Auch bei der Lang & Schwarz Wertpapierhandels AG gibt es nach Angaben von Händlern keine Nachfrage nach Müller - Die lila Logistik. Das Handelshaus taxierte die Müller-Aktie am Montagmittag mit 7,10 zu 7,40 ?. Bei den Börsenaspiranten GCI Management AG und Windwelt, die an den Geregelten Markt streben, seien die Umsätze sehr dünn. GCI werden zwischen 15,25 und 15,75 ? bei einer Preisspanne von 13 bis 16 ? gehandelt. Windwelt gehen zwischen 18,50 und 19,00 ? um bei einem Ausgabepreis von 19,75 ?.

Die Nachfrage komme ausschließlich von privaten Anlegern, sagte ein Händler von Lang & Schwarz. Bei den institutionellen Anlegern fehle die Bereitschaft, in Neuemissionen zu investieren, da ihnen die Mittel dafür in ihren Fonds fehlten. "Die Anleger haben schon genug Probleme mit den bereits notierten Unternehmen und die schnelle Mark ist auch nicht mehr zu machen", erklärte Schnigge-Händler Empting die schleppende Nachfrage nach Neuemissionen.

Empting sagte, es bleibe abzuwarten, ob mit dem Börsengang der Betreiber des Frankfurters Flughafens, der Fraport AG, eine große und bekannte Emission, wieder ein wenig "Pepp" in das Geschäft mit Neumissionen komme. Die Neuemissionen bräuchten ein wirklich stärkeres Marktumfeld, sagte der Lang und Schwarz Händler. Nach seiner Einschätzung dürften dann allerdings mehr Unternehmen an den Geregelten, als an den Neuen Markt gehen. Der Händler erwartet noch bis zu 20 Neuemissionen in diesem Jahr, dies sei aber die obere Grenze.

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