Integration der Marken Cosworth und Lamborghini belastet Ergebnis der VW-Tochter
Gewinnrückgang bei Audi im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr hat Audi trotzt schwacher Autokonjunktur den Umsatz um 10,7 Prozent gesteigert. Zu schaffen machen dem Konzern allerdings die hinzu gekauften Marken.

rtr/dpa INGOLSTADT. Die Verluste der neu konsolidierten Marken Cosworth und Lamborghini haben den Gewinn der Volkswagen-Tochter Audi im ersten Halbjahr 2000 schrumpfen lassen. Das Ergebnis vor Steuern fiel um 6,9 % auf 750 (806) Mill. DM, wie Audi am Mittwoch in Ingolstadt mitteilte. Der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini und die britische Motorenschmiede Cosworth seien noch in der Umstrukturierung und schrieben deshalb rote Zahlen, hieß es. Von der schwachen Automobilkonjunktur war Audi kaum betroffen: Der Konzernumsatz stieg nach endgültigen Zahlen um 10,7 % auf 15,9 (1999: 14,4) Mrd. DM.

Audi produzierte in den ersten sechs Monaten mit 327 301 (314 898) Fahrzeugen 3,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Motorenproduktion sank marginal auf 631 197 (632 641) Stück. An die Kunden wurden 345 140 (320 662) Autos verkauft, 7,6 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Audi-Vorstandschef Franz-Josef Paefgen hatte kürzlich das Ziel ausgegeben, in diesem Jahr erstmals mehr als 30 Mrd. DM Umsatz zu erzielen. Mit 650 000 (1999: 630 000) Autos soll auch ein neuer Absatzrekord erzielt werden.
1999 lieferte Audi rund 635 000 Autos aus. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 29,6 Milliarden DM, das Ergebnis nach Steuern um gut ein Drittel auf 634 Millionen DM.
Seine Schätzung eines stagnierenden Gewinns nannte Paefgen "konservativ". 1999 hatte Audi vor Steuern 1,640 (1,684) Mrd. DM verdient.

Zuwächse beim Abatz kommen aus Auslandsgeschäft

Im Inland verzeichnete Audi im ersten Halbjahr wie die Konkurrenten empfindliche Einbußen. Der Absatz ging um 7,9 Prozent auf gut 125 000 Auslieferungen zurück. Damit hielt sich Audi noch etwas besser als der Branchenschnitt. Im Ausland stieg die Zahl der Auslieferungen dagegen um gut 19 Prozent auf knapp 220 000 verkaufte Autos. Vor allem in den USA glänzte Audi wieder mit einem Absatzplus von fast 43 Prozent. Auch in Japan, China, Großbritannien und Frankreich erzielte der Konzern zweistellige Zuwachsraten. Insgesamt wuchs die Zahl der weltweiten Auslieferungen um 7,6 Prozent auf 345 140 Fahrzeuge.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg im ersten Halbjahr unter anderem wegen der Einführung des neuen Alu-Kompaktwagens A2, von dem Audi im zweiten Halbjahr noch etwa 25 000 verkaufen will, um vier Prozent auf 48 400 Beschäftigte. Die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm seien gut ausgelastet, hieß es.

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