Integration läuft gut
Rewe Touristik trotz Verlusten bei LTU-Marken optimistisch

Der Handelskonzern Rewe erwartet bei den zum Jahresbeginn übernommenen Pauschalreiseveranstaltern der LTU Touristik (LTT) für dieses Jahr einen Rückgang bei Gästen und Umsatz, ist aber für die künftige Entwicklung dennoch optimistisch.

Reuters KÖLN. "Wir sind auf einem guten Weg. Das Minus von vier bis sechs Prozent war einkalkuliert", sagte der für die Sparte Pauschalreisen verantwortliche Touristik-Geschäftsführer Dietmar Kastner am Donnerstag in Köln. Die wichtigste Rewe-Marke ITS Reisen hat nach seinen Angaben mit überdurchschnittlichen Zuwächsen die Verluste mehr als ausgeglichen. Für die Wintersaison sollen die Preise für die wichtigen Zielgebiete Spanien und Ägypten stabil bleiben, ansonsten zwischen zwei und sechs Prozent steigen.

Seit Februar lägen die Buchungseingänge bei den LTT-Marken Jahn Reisen und Tjaereborg bereits wieder über dem Vorjahr, sagte Kastner. Dennoch bleibe auf Grund zweistelliger Verluste in den Vormonaten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2000/01 im Oktober noch ein Rückgang zu verbuchen. Dagegen habe ITS mit einem Umsatzplus von 7,9 Prozent und 5,2 Prozent mehr Gästen deutlich über dem Marktwachstum von drei bis fünf Prozent zugelegt. "Die Integration der LTT-Marken läuft sehr gut. Der neue gemeinsame Hotel- und Flugeinkauf bringt allen Marken Vorteilen", sagte Kastner. Das werde sich künftig nicht nur im Angebot sondern auch im Preis ausdrücken.

Die vor allem im Lebensmittelgeschäft aktive Rewe ist nach der Übernahme von LTT in Deutschland drittgrößter Touristikkonzern hinter dem Weltmarktführer Preussag und der Karstadt-Lufthansa-Tochter Thomas Cook. Neben LTT gehören auch die 1999 von der Deutschen Bahn übernommene DER-Gruppe und ITS zu Rewe. Die Rewe Touristik mit 16 200 Beschäftigten verfügt künftig über acht Marken und mit knapp 1 300 Reisebüros über das größte Vertriebsnetz im Inland. Sie setzten nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 7,63 Mrd. DM um. Kastner bekräftigte, alle Marken der Rewe Touristik sollten auch künftig eigenständig bleiben und keine gemeinsame Dachmarke haben, wie dies Thomas Cook bereits praktiziert und Preussag in Kürze plant.

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