Integration von FIS belastet
Givaudan überrascht mit Gewinnrückgang

Der Schweizer Aromen- und Riechstoffkonzern Givaudan hat im vergangenen Jahr aufgrund von Wertberichtigungen auf das Investmentportfolio überraschend einen Gewinnrückgang von 6,6 Prozent auf 256 Millionen Franken verzeichnet.

Reuters VERNIER. Der Umsatz erhöhte sich um 11,4 Prozent auf 2,674 Milliarden schweizer Franken, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das Verkaufswachstum 2002 resultierte aus der erstmaligen Teilkonsolidierung des von Nestle übernommenen Aromengeschäfts FIS. Pro forma, das heisst unter der Annahme, dass FIS bereits seit dem 1. Januar 2001 konsolidiert wäre, war der Umsatz im Vorjahresvergleich unverändert. FIS ist tatsächlich seit Mai 2002 in der Konzernrechnung enthalten.

Nach aktuellen Zahlen stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) letztes Jahr um 6,2 Prozent auf 579 Millionen schweizer Franken, das Betriebsergebnis erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 405 Millionen Franken. Die operativen Margen gingen allerdings wegen der FIS-Übernahme zurück. Die Margen der FIS seien geringer als die von Givaudan.

Givaudan rechnet im laufenden Jahr vorbehältlich außerordentlicher Ereignisse mit einem guten Gesamtresultat. Der Konzern will für 2002 eine Dividende von 8,10 Franken ausschütten nach sieben Franken im Vorjahr.

Von Reuters befragte Analysten hatten für das vergangene Jahr mit einem Umsatz von 2,70 Milliarden Franken und einer Gewinnsteigerung auf 295 Millionen schweizer Franken gerechnet. Den Ebitda sahen die Experten bei 627 Millionen Franken und den Betriebsgewinn bei 450 Millionen Franken. Das Resultat sei eine Enttäuschung, sagte ein Börsenhändler.

Givaudan habe für 2002 eine Wertberichtigung in der Höhe von 31 Millionen Franken auf die Finanzbeteiligungen vorgenommen, sagte ein Givaudan-Sprecher. Sonderposten von ebenfalls 31 Millionen schweizer Franken seien im Zusammenhang mit der Integration von FIS angefallen.

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