Integrierter Finanzdienstleister zum Leben erwecken
Dresdner-Chef sieht bessere Geschäftsperspektiven

Herbert Walter, Chef der Dresdner Bank, sieht im Zuge des moderaten Aufschwungs der Weltwirtschaft zeichnen sich auch bessere Geschäftsperspektiven für die deutschen Banken abzeichnen.

HB DUBAI. "Die Wertpapiermärkte entwicklen sich positiv, die Kreditnachfrage steigt und es gibt zarte Blüten für das M&A-Geschäft", sagte Walter am Sonntag in Dubai am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die Banken müssten in den nächsten zwei Jahren ihre strukturellen Kosten noch weiter senken und zugleich mehr Ertragskraft aufbauen. Sein Haus wolle dies erreichen, indem es sich künftig nicht nur auf die vermögenderen Kunden, sondern auch auf die breite Privatkundschaft konzentriere. Der Vertriebsprofi Walter setzt dabei vor allem auf die Produkte der Konzernmutter Allianz. "Wir müssen den integrierten Finanzdienstleister zum Leben erwecken und die Verbindungslinien mit der Allianz stärken", sagte er. Seine Bank werde zugleich aktiv an der Verbriefungsinitiative der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und einer Vielzahl anderer Finanzinstitute teilnehmen. Die Bank habe ihre interne Steuerung und hier vor allem das Risikomanagement zuletzt deutlich verbessert.

Zur Ergebnissituation seiner eigenen Bank wollte der Dresdner-Chef sich nicht äußern. Er deutete lediglich an, dass im gesamten Sektor auch in diesem Jahr in den Sommermonaten die Gangart beim Handelsergebnis etwas langsamer gewesen sei.

Im Abwicklungsbereich, dem so genannten Back-Office, sieht die Dresdner Bank auch Chancen für eine Kooperation mit Instituten aus dem Sparkassen- und Genossenschaftssektor. Eine Entscheidung, ob sein Haus in diesem Bereich mit der Deutschen Bank kooperieren werde, stehe nicht unmittelbar bevor. "Das wird in den nächsten Monaten entschieden, nicht in Tagen oder Wochen", sagte er. Dennoch stellte Walter klar, dass sein Haus für diesen Bereich in den nächsten elf Monaten eine Partner finden will. "Jeder testet jetzt aus, wer sich als Marktführer heraus kristallisieren wird. Entscheidend ist, dass man auf eine führende Plattform kommt." Schon in der vergangenen Woche zeichnete sich ab, dass Deutsche Bank und Dresdner sich nach monatelangen Verhandlungen auch um andere Partner bemühen.

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