Intel Developer Forum
Neue Chips sollen Kosten der Kommunikation senken

Entwicklungsverfahrungen und Halbleiterstrukturen, die aus der Computerbranche stammen, sollen nach den Plänen von Intel der schuldenbeladenen Telekommunikationsbranche aus ihrem Konjunkturtal helfen. Dieses Ziel gab der Marktführer der Chiperhersteller auf seiner europäischen Variante der Entwicklerkonferenz IDF (Intel Developer Forum) in München bekannt.

MÜNCHEN. Während der Wettbewerbsdruck mehrerer Konjunkturwellen in der Computerindustrie zu starken Kostensenkungen durch standardisierte Massenproduktion geführt habe, sei die derzeitige Rezession für die Telekomindustrie eine ungewohnte Erfahrung, erläuterte Sean Maloney, Executive Vice President von Intel, die aktuelle Situation. Diese habe nach Jahrzehnten der Ruhe in regulierten Märkten vergangenes Jahr erstmals unter der weltweiten Rezession gelitten. Schwere Umsatzeinbrüche und ein Verfall der Aktienkurse waren die Folge.

Die Chip-Industrie dagegen, so Maloney, der bei Intel für Kommunikationstechnik zuständig ist, erhole sich derzeit. Der Grund: Der Internet-Verkehr wachse in ungebrochener Geschwindigkeit. Die Nachfrage auf den neuen große Weltmärkte wie Asien sowie die wachsende Verbreitung von Breitband-Anschlüssen ins Internet ließen den Bedarf an Rechnerleistung weiter ansteigen. Dies erfordere neue Forschungsentwicklungen, die dem gemeinsamen Bedarf der Computer- und Kommunikationsindustrie gerecht werden können.

Um erfolgreich die Flaute zu überstehen, müssten die Unternehmen jetzt auf schnellere und kostengünstigere Technologien setzen, erklärte Intels Technologie-Chef Pat Gelsinger auf dem IDF. Die Chip-Industrie bediene bereits jetzt einen standardisierten Massenmarkt auf dem PC-Sektor und könne neue Entwicklungen zu bezahlbaren Preisen auf den Kommunikationsmarkt bringen.

So arbeiten Intel-Forscher arbeiten derzeit etwa daran, analoge Funkelemente auf künftige Halbleiter für alle Rechner- und Gerätetypen zu integrieren. Die so Computerchips integrierte Mobilfunktechnik werde die drahtlose Kommunikation künftig überall ermöglichen, sagte Gelsinger. Auch Sensoren könnten die Leistungsfähigkeit der Chips enorm erhöhen. Mit Hilfe von Sensoren könne zum Beispiel die Einrichtung eines privaten Netzwerk zu einer Sache von Sekunden statt Tagen werden.

Intels Technik-Chef betonte in München, dass ein Ende der Leistungssteigerung von Computer-Chips noch längst nicht in Sicht sei. "Noch immer können wir kein Ende des Moore'schen Gesetzes erkennen", sagte Gelsinger. Unternehmensmitgründer Gordon Moore stellte vor rund drei Jahrzehnten das Gesetz auf, dass sich die Leistung eines Microchips alle 18 Monate verdoppelt. Dies gelte künftig auch für Chips der Telekom-Industrie.

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