Intel gibt Quartalsupdate
Wall Street: Der Wochen-Ausblick

Bei nahezu historisch niedrigem Volumen legten die US-Indizes am Freitag eine Rallye hin, die Dow und Nasdaq die eingefahrenen Verluste fast hätte vergessen lassen. Trotz guter Konjunkturdaten war klar, dass die Rallye keinen Bestand haben könnte. So starten Dow und Nasdaq mit dicken Verlusten im Rücken in die Woche.

NEW YORK. Es gilt, Boden gut zu machen, doch viel spricht vor Handelsbeginn nicht dafür, dass dies gelingt. Abgesehen von der anhaltenden Angst vor weiteren Terroranschlägen, abgesehen von der anhaltenden Krise in Indien und Pakistan, abgesehen von den Unruhen in Nahost, auch zuhause hat man Probleme. Zum einen ist das nach wie vor Misstrauen in die Märkte, dass wohl nur die Unternehmen bekämpfen können, die starke Zahlen und saubere Bilanzen vorlegen müssen.

Das wird in der kommenden Woche nicht geschehen, denn es stehen keine nennenswerten Quartalskonferenzen an. Allerdings wird der Chip-Riese Intel am Donnerstag ein Quartalsupdate geben, auf das Anleger mit Spannung warten. Nichts könnte dem Markt annähernd so viel Kraft geben wie gute Nachrichten aus dem Halbleiter-Sektor.

Zuletzt war dieser durch unsicheres Fahrwasser gegangen: Hieß es zu Beginn der Woche, der Sektor sähe eine Preisstabilisierung, ging Goldman Sachs Ende der Woche dagegen und prognostizierte Preisstürze um 75 %. Prophezeiten Analysten einen Aufschwung für den Sektor, gingen die CEOs dagegen und klagten über Flaute bei den Bestellungen. Intel soll Licht ins Dunkel bringen. Gleichzeitig äußern sich die zuletzt von Lehman Brothers gelobten Chip-Hersteller Xilinx und Altera zu den Aussichten für das laufende Quartal. Doch nicht nur auf dieses warten die Anleger, sie wünschen sich erste Anhaltspunkte für das zweite Halbjahr. Nur wenn sich die Chip-Riesen dahingehend äußern, könnte der Markt nachhaltig Auftrieb bekommen.

Weniger erfreulich dürfte der Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag ausfallen. Schätzungen zufolge ist die Arbeitslosenquote leicht auf 6,1 Prozent gestiegen. Angesichts der aktuell starken Produktivität sah bereits vor dem Wochenende Robert McTeer, der Präsident der Dallas Federal Reserve und Mitglied des Offenmarktausschusses der Notenbank, "einen produktionsgetriebenen Aufschwung, von dem der Arbeitsmarkt nicht profitieren kann."

© Wall Street Correspondents, Inc.

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