Intel legt um zwei Prozent zu
Optimismus an der Wall Street gedämpft

Schwache Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen haben am Donnerstag dem Konjunkturoptimismus an der Wall Street einen Dämpfer versetzt. Die US-Börsenbarometer tendierten zum Handelsschluß New York wenig verändert, schloßen aber fast auf Tageshöchststand.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,02 Prozent tiefer auf 9 036 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf Minus auf 989 Zählern. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq schloß mit einem kleinen Plus bei 1 683 (plus 0,6 Prozent.

Überraschend schlechte Konjunkturdaten trübten an den US-Börsen Hoffnungen auf eine baldige Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet stark an und unterstrich damit die weiter angespannte Lage am US-Arbeitsmarkt. Außerdem verzeichnete die US-Industrie im April den stärksten Auftragsrückgang seit rund eineinhalb Jahren. Das Minus fiel zugleich deutlicher aus als von Volkswirten erwartet. "Wir hatten eine kräftige Aufwärtsbewegung des Marktes und dann schwache Wirtschaftsdaten", sagte David Memmot von Morgan Stanley. "Und die Leute suchen nach Ausflüchten, um die Gewinne mitzunehmen." Memmots Worten zufolge ist die Stimmung weiterhin von der Angst der Investoren geprägt, eine nachhaltige Kursrallye zu verpassen.

Der Aktienkurs von Johnson & Johnson verlor knapp vier Prozent auf 51,99 Dollar, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley ihr Kursziel für die Papiere des Medizintechnik- und Arzneimittelherstellers gesenkt hatten.

Die Titel von Albertsons gaben fast zwölf Prozent auf 19,18 Dollar nach. Der zweitgrößte US-Lebensmittelhändler hatte einen Quartalsgewinn bekannt gegeben, der schwächer ausfiel als erwartet, und angekündigt, dass auch das Gesamtjahresergebnis hinter den Analysten-Prognosen zurückbleiben werde.

Microsoft-Aktien fielen um 3,3 Prozent auf 24,10 Dollar. Konzernchef Steve Ballmer hatte die frei zugängliche Linux-Sofware und die anhaltende Schwäche bei Technologieinvestitionen als erhebliche Herausforderungen für den weltgrößten Softwareproduzenten bezeichnet.

Intel-Papiere legten 2,2 Prozent auf 21,85 Dollar zu. Der weltgrößte Chip-Hersteller wollte nach Börsenschluss einen Zwischenbericht zum laufenden Geschäftsquartal geben.

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