Intel mit Kurssprung
Konjunkturdaten beflügeln US-Börsen

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag nach überraschend positiven US-Konjunkturdaten deutliche Kursgewinne verzeichnet.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index legte bis 19 Uhr (MEZ) rund 1,88 Prozent auf 10 296 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq-Index stieg 2,57 Prozent auf 1 776 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,43 Prozent auf 1 122 Punkte.

Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn hatte Händlern zufolge der US-Einkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management (ISM) die Aktienkurse beflügelt. Das Konjunkturbarometer verbesserte sich im Februar auf 54,7 Punkte. Analysten hatten einen geringeren Zuwachs auf 50,9 Punkte erwartet. Auch die US-Bauausgaben stiegen unerwartet stark an. Sie gewannen nach Angaben des US-Handelsministeriums im Januar 2002 saisonbereinigt um 1,5 Prozent auf 876,7 Milliarden Dollar. Experten hatten hier mit einem Anstieg um lediglich 0,3 Prozent gerechnet.

Wall-Street-Analysten zeigten sich zufrieden mit den Daten. "Beide Zahlen waren gut, und sie zeigen noch stärker als vorher, dass die Verbraucher ein wichtiger Faktor in der US-Wirtschaft und an den Finanzmärkten sind", sagte Alan Ackerman, Marktstratege bei Fahnestock und Co. Jay Mueller von Strong Capital Management sagte mit Blick auf den Einkaufsmanager-Index: "Da das Herstellende Gewerbe in der Vergangenheit der schwache Punkt unserer Wirtschaft war, ermutigt uns diese Entwicklung sehr."

Darüber hinaus unterstützten Händlern zufolge die Gewinne von Halbleiterwerten die Erholung an der Nasdaq, nachdem die Technologiebörse zuvor drei Handelstage in Folge Verluste verbucht hatte. So verzeichneten die Aktien des weltweit größten Chipherstellers Intel einen Kurssprung von rund 6,2 Prozent auf 30,32 Dollar. Zuvor hatte der Konzern mitgeteilt, dass sich China innerhalb der kommenden zwei Jahre zu seinem größten asiatischen Absatzmarkt entwickeln und damit Japan überholen werde.

Ohne Einfluss auf die US-Aktienmärkte blieb Händlern zufolge, dass das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher in die Wirtschaft im Februar deutlich nachgelassen hat. Nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 90,7 Punkte von 93,0 Punkten im Januar.

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