Intel-Papiere belasten die Börse
Broker, Chips und Öl belasten die Wall Street

Bereits vor Handelsbeginn hatte die Aussicht auf anstehende Zinserhöhungen im Sommer die langfristigen Futures belastet, im frühen Handel drücken aber vor allem die schwache Brokerbranche sowie die Chip- und Öl-Branchen auf die Indizes. Der Dow Jones verliert 75 Punkte, die Nasdaq steht mit 25 Zählern im Minus.

Die Brokerhäuser Goldman Sachs, Bear Stearns und Lehman Brothers haben Ergebnisse in Höhe der zuletzt nach unten revidierten Analystenerwartungen vorgelegt. Damit bieten sie Anlegern nunmehr keinen Anreiz zu kaufen, nachdem die Papiere des Sektors allein im vergangenen Monat um jeweils etwa 15 % zugelegt hatten. Brokeraktien notieren mit etwa 1,3 % im Minus.

Aktien von Intel belasten am Morgen den Dow und die Technologie-Werte. Die Analysten von Salomon Smith Barney haben ihre Gewinnerwartungen an den Chip-Riesen gesenkt. Einen für das laufende Quartal prognostizierten Gewinnrückgang hält man indes für saisonal bedingt. Die Experten halten daher an ihrer Empfehlung auf "kaufen" fest und belassen ihr Kursziel bei 45 Dollar. Intel verliert 4,5 % auf 30,40 Dollar.

Andere Chip-Hersteller und die Unternehmen der Chip-Zulieferbranche haben zur Wochenmitte die "book-to-bill-ratio" im Blick, die Auskunft gibt über das Verhältnis von Neu-Bestellungen zum aktuellen Umsatz. Obwohl die Rate von 0,81 auf 0,87 deutlich gestiegen ist, liegt sie noch deutlich unter den Idealwerten. Zulieferer wie KLA-Tencor, Teradyne, Novellus und LAM Research zeigen am Morgen Schwäche.

Auch Aktien von Applied Materials geben 2,5 % ab. Einen Tag vor einem Analystentreffen äußern sich die Analysten von Lehman Brothers vorsichtig über das Unternehmen. Die Endnachfrage sei unter Umständen zu schwach und könne ein vom Unternehmen angestrebtes Wachstum um 10 bis 15 % nicht tragen.

Ebenfalls auf der Verliererseite finden sich die Aktien der Öl-Branche. Zahlreiche Unternehmen des Sektors hatten in den letzten zwei Monaten von steigenden Preisen für Öl und Gas profitiert und um bis zu 25 % angezogen. Analysten erklären die Aktien am Mittwochmorgen für überbewertet. Zwar stimmen nach wie vor die Fundamentaldaten, sagen sie, doch seien die Papiere schlicht zu teuer. Die Ölförderer Noble, Apache und Devon verlieren etwa 1,2 %, der Dow-Wert ExxonMobil gibt 0,5 % ab.

Zu den meist gehandelten Aktien gehört am frühen Morgen das Papier von Tyco . Gerüchte, nach denen General Electric ein 8 Milliarden Dollar-Angebot für die Übernahme der Finanzgruppe CIT eingereicht hätte, wurden von beiden Seiten dementiert. Erst am Vorabend hieß es bei Tyco, man liege genau im Zeitplan, was eine Ausgliederung von CIT angehe und halte weiterhin an den Plänen fest, CIT selbständig zu machen. Papiere von Tyco gewinnen 1 %, Aktien von GE verlieren leicht.

Eine Umsatzsteigerung um 82 % kann die Aktie von General Mills am Morgen nicht beflügeln. Das Unternehmen, das US-Frühstückstische deckt und neben Cornflakes und Haferflocken auch die Aufbackbrötchen der Marke Pillsbury vertreibt, hat dank der Pillsbury-Akquisition zwar den Umsatz, nicht jedoch den Gewinn steigern können. Der ist in den vergangenen drei Monaten zurückgegangen und Anleger verkaufen die Aktie am Morgen. Papiere von General Mills verlieren 0,8 %.

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