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Intel setzt Technologiewerte unter Druck

Die US-Aktienmärkte beginnen die neue Handelswoche in der Verlustzone. Der Dow Jones Index verliert in den ersten Minuten fast 0,4 Prozent. Den Nasdaq Index ziehen schlechte Analystenkommentare zu Intel um 0,8 Prozent in die Verlustzone.

Vergessen Sie alles das, was Sie bisher vom Preiskampf bei Intel gesehen haben, sagten die Experten von Lehman Brothers den Marktteilnehmern am Morgen. Der bisherige Wettbewerb sei gar nichts gegen das, was der Branche nun bevorstünde, sagt Analyst Dan Niles. Denn das Feilschen um die Preise fange jetzt erst an. Der weltgrößte Chiphersteller werde die Preise ab dem 26. August um bis zu 50 Prozent reduzieren. So könnte der Preis für einen 1,8 GHz-Prozessor von 562 Dollar auf 260 Dollar sinken. Intel kämpft auf diese Weise verschärft um Marktanteile. Advanced Micro Devices hat seinen Marktanteil in den vergangenen zwei Jahren von 13 auf 21 Prozent ausgebaut. Die Aktie von Intel verliert 4,5 Prozent an Wert und ist mit einem Volumen von 525 000 Aktien das am meisten gehandelte Papier. Die Titel von Broadcom, KLA-Tencor, Applied Materials und PMC-Sierra büßen ebenfalls an Wert ein. Advanced Micro Devices rutscht 6,5 Prozent ins Minus. In der vergangenen Woche hatten erhellende Prognosen zum Computer- und Chipsektor den Werten unter die Arme gegriffen.

Neben den Chipwerten tendieren auch die Aktien der Produzenten von Elektrokomponenten, Computer- und Softwarehersteller im frühen Handel leichter. Neben Intel führen auch IBM und Hewlett-Packard die Verliererliste der Dow Jones Werte an. Unter anderem Siebel Systems und Sun Microsystems ziehen den Nasdaq Index ins Minus.

Cisco büßt im Handel 0,4 Prozent ein. Gespannt warten die Anleger auf die für morgen angekündigten Quartalsdaten des Netzwerkausrüsters. Cisco werde zwar die Gewinnprognosen für das abgelaufene Quartal von zwei Cents pro Aktie erfüllen, so die Mehrheit der Analysten. Sie befürchtet jedoch, dass die Aussichten für die künftigen Quartale zu hoch gesteckt sind.

Ebenfalls in der Verlustzone präsentiert sich Echostar. Der Fernsehsatellitenbetreiber EchoStar will Hughes Electronics, eine Tochter des Automobilkonzerns General Motors, für 30,4 Milliarden Dollar in Aktien übernehmen. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag bietet EchoStar den Aktionären von Hughes Electronics damit einen Aufschlag von knapp 20 Prozent. Hughes Electronics betreibt unter anderem die Senderkette DirecTV, die zehn Millionen Kunden hat. Ebenfalls an DirecTV ist News Corp., das Medienunternehmen von Rupert Murdoch, interessiert. EchoStar und Hughes hätten zusammen rund 16 Millionen Kunden, ebenso viele wie der Konkurrent AT&T mit seiner Breitbandsparte. Der Titel verliert über 0,3 Prozent an Wert.

Gegen den negativen Trend behauptet sich Motorola. Der Handyhersteller verkauft seine Geschäftseinheit Integrated Information Systems Group für 825 Millionen Dollar an General Dynamics. Die Anleger scheinen zufrieden. Nachdem die Aktie noch im außerbörslichen Handel schwächer tendierte, legt das Papier nun 1,2 Prozent zu.

Die Titel der Konkurrenten Nokia und Ericsson rutschen ins negative Terrain. Der Einzelhandelssektor notiert schwächer, nachdem Schuhgroßhändler Genesco die Prognosen für das zweite Quartal reduziert. Statt des bisher von Analysten prognostizierten Gewinns von 29 Cents pro Aktie wird das Unternehmen im zweiten Quartal höchstens einen Gewinn von 25 Cents pro Aktie ausweisen. Enttäuschende Absatzzahlen bei Radio Shake wirken sich ebenfalls belasten auf die Branche aus. Die Elektronik-Kette erwirtschaftete im Juli in den Filialen, die bereits über ein Jahr geöffnet sind, sechs Prozent weniger Umsatz als noch im Vorjahr. Die Mehrheit der Experten hatte lediglich mit einem Umsatzrückgang von einem Prozent gerechnet.

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