(dpa-AFX) Santa Clara - Der weltgrößte Mikroprozessoren-Hersteller Intel
< Intc.NAS > < INL.FSE > hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal wie von Analysten erwartet fast verdoppelt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich allerdings nicht so deutlich wie von Experten angenommen.
Wie die im Nasdaq-100
-Index < NDX.X.IND > und im US-Leitindex Djia < Indu.IND > notierte Intel
Corp. am Dienstag nachbörslich in Santa Clara meldete, kletterte der Quartalsgewinn auf 0,27 Dollar je Aktie (Vorjahr 0,14 Dollar). Der Überschuss erhöhte sich im Jahresvergleich um 96 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorquartal wuchs er um 4 Prozent.
Der Chipbauer setzte mit 8,05 Milliarden Dollar zwar 18 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Experten hatten allerdings Erlöse in Höhe von 8,11 Milliarden Dollar vorhergesagt. Im Gegensatz zum ersten Jahresviertel stagnierten die Umsätze in etwa, wie Intel
meldete.
Für das laufende dritte Quartal setzt sich Intel
nach eigenen Angaben ein Umsatzziel von 8,6 bis 9,2 Milliarden Dollar. Analysten rechnen gegenwärtig damit, dass der Chipkonzern 8,77 Milliarden Dollar erlöst. Ein Jahr zuvor hatte Intel
noch 7,83 Milliarden Dollar umgesetzt. Die Bruttomarge dürfte dem Unternehmen zufolge bei 60 Prozent plus beziehungsweise minus ein paar Prozentpunkten liegen.
Für 2004 kappte Intel
unterdessen seine Prognose für die Bruttomarge. Bisher hatte die Gesellschaft hier mit etwa 62 Prozent gerechnet. Nun erwartet der Mikroprozessoren-Hersteller lediglich um die 60 Prozent.
Intel
rechnet mit einem schnelleren Wachstum bei Produkten wie Flash-Memory-Speicherchips, Chipsets und Motherboard, die niedrigere Margen aufweisen. Bei Mikroprozessoren erwartet der Branchenprimus dagegen, dass die Margen hier langsamer steigen als zuvor angenommen. Intel
begründete dies mit leicht sinkenden durchschnittlichen Verkaufspreisen von Mikroprozessoren sowie einer unerwartet langsamen Senkung bei den Stückkosten.
Intel
-Chef Craig Barrett zeigte sich zufrieden mit dem Ende Juni abgelaufenen zweiten Quartal. "Intel hat weiterhin starke Ergebnisse im Jahresvergleich geliefert, da unser Mikroprozessoren-Geschäft Saisontrends gefolgt ist und unser Kommunikations-Geschäft vor allem dank Flash-Memory-Chips zugelegt hat", sagte er bei Vorlage der Ergebnisse. "Wir hatten ein bemerkenswertes Quartal, was die Einführung neuer Produkte betrifft." Barrett nannte hier beispielsweise neue Prozessoren für Handys.
In der zweiten Jahreshälfte wolle Intel
im Kernbereich Mikroprozessoren wachsen und seine Präsenz bei Chipsets, Flash-Speichern und anderen Kommunikationsprodukten ausweiten.
Geplante Ausgaben, Investitionen, Abschreibungen
Intel
veranschlagt für das laufende dritte Quartal Ausgaben beispielsweise für Forschung und Entwicklung in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr will der Chipbauer 4,8 Milliarden Dollar allein in Forschung und Entwicklung stecken. Die Investitionen für 2004 bezifferte Intel
weiterhin zwischen 3,6 und 4,0 Milliarden Dollar.
Im dritten Quartal fällt die Steuerquote mit voraussichtlich etwa 31 Prozent Intel
zufolge etwas niedriger aus als die bisher erwarteten 32 Prozent. Der Chipbauer rechnet für das laufende Jahresviertel mit Abschreibungen von 1,1 und 1,2 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr sollen es etwa 4,6 Milliarden Dollar sein.
